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Ruderin Drygalla steht zu ihrem Freund
16.08.2012
Rostock Die Rostocker Olympia-Teilnehmerin Nadja Drygalla hält ungeachtet der großen öffentlichen Kritik zu ihrem Freund Michael Fischer. "Es ist meine Entscheidung, zu ihm zu stehen. Trotz allem, was passiert ist", sagte Drygalla dem Magazin "Stern".
Fischer gehörte der rechtsextremen Szene in Rostock an und hatte zur Landtagswahl 2011 für die NPD kandidiert. Sie habe mit Fischer vor den Olympischen Spielen über das Thema geredet, sagte die 23-Jährige, die in London im deutschen Ruder-Achter gestartet war: "Wir haben besprochen, dass er aussteigt. Und das ist für mich ein Versprechen." Immer wieder habe es wegen Fischers früherer rechtsradikaler Gesinnung Streit gegeben. "Ich habe ihm oft gesagt, dass ich seine politischen Vorstellungen ablehne", sagte Drygalla. Aber sie liebe ihn.
Die Ruderin soll schneller als erwartet Sportsoldatin werden. Sie könnte bereits zum 1. September in das Sportförderprogramm der Bundeswehr aufgenommen werden. Der Deutsche Ruderverband (DRV) stellte einen entsprechenden Antrag, wie das Verteidigungsministerium gestern bestätigte.
Ostseezeitung
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