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Behördenchef will Probleme persönlich lösen
Ausländerbehörde weist Vorwürfe zurück: "Wir hassen keine Ausländer." Künftig sollen Mitarbeiter besser Englisch sprechen.
10.08.2012
Greifswald/Anklam Die Ausländerbehörde weist die gegen sie erhobene Kritik zurück. Die Mitarbeiter seien "topausgebildet" und könnten die Fälle lediglich nach geltendem Recht bewerten, sagte Werner Hackbarth. "Sicherlich kommt es manchmal vor, dass deswegen das Ergebnis für einen Antragsteller unbefriedigend ist", so der Leiter des Ordnungsamtes des Landkreises Vorpommern-Greifswald gegenüber der OZ. In seine Zuständigkeit fällt auch die Ausländerbehörde.
Studierende und Patienten aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, die sich in Greifswald ausbilden und behandeln lassen wollen, hatten kürzlich von einer massiven Gängelung durch die Behörde berichtet. Die Situation habe sich so weit entwickelt, dass man von einer regelrechten "Behördenphobie" bei den Betroffenen sprechen könne. Ein Student kam zu dem Fazit: "Die Ausländerbehörde hasst Ausländer." "Das hat uns getroffen", sagte Werner Hackbarth. "Denn selbstverständlich hassen wir keine Ausländer", stellte er klar.
In einem ausführlichen Gespräch mit dem Integrationsbeauftragten der medizinischen Fachschaft der Greifswalder Universität, Esam Al-Anwah, fand nun ein Austausch am Runden Tisch zu dem Thema statt.
"Das Ziel muss es sein, Greifswald zu einer internationalen Stadt zu machen. Die Behörde muss den Leuten mehr helfen, anstatt so viel Druck aufzubauen", so Al-Anwah.
Diskutiert wurde auch darüber, dass Mitarbeiter der Behörde nur unzureichend Englisch sprechen würden. "Amtssprache ist deutsch", zitierte Hackbarth die Vorschriften. Er sah aber ein, dass eine Verbesserung "wünschenswert" sei. Künftig will der Behördenchef bei Problemen persönlich zur Verfügung stehen. Termine ließen sich kurzfristig ansetzen. kl
Ostseezeitung-Greifswald
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