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Unverwüstlich! Die Steine stehen wieder

Der vor zwei Wochen verwüstete jüdische Friedhof in Anklam ist wieder in Ordnung gebracht worden. Rund 5000 Euro kostete die Instandsetzung.

02.08.2012

Es ist wieder Ruhe eingekehrt auf dem jüdischen Friedhof in Anklam. Nachdem vor etwa zwei Wochen die Ruhestätte verwüstet und dabei 15 Grabsteine umgeworfen und beschädigt wurden, ist nun alles wieder in Ordnung. "Alle Grabsteine wurden wieder hergerichtet und aufgestellt", sagte Bürgermeister Michael Galander (IfA) gestern. Der jüdischen Gemeinde in Rostock habe er schon bescheid gegeben. Das bereits nach so kurzer Zeit alles wieder hergerichtet ist, sei unter anderem der schnellen Hilfe der beiden Anklamer Steinmetzfirmen Heine und Fritz zu verdanken. Die haben ohne Zögern sofort zugesagt, gemeinsam die Instandsetzung der Grabsteine zu übernehmen. "Wir waren uns einig, dass es am einfachsten ist, wenn wir das gemeinsam erledigen", so Steinmetz Peter Heine. Ein Stein war in der Mitte durchgebrochen und musste geklebt werden. Auch die Schäden an den anderen Grabmalen sind wieder beseitigt. "Alle stehen an Ort und Stelle."

Bürgermeister Galander ist froh über diese Unterstützung, zumal die beiden Steinmetzbetriebe ihre Arbeit zu einem besonders günstigen Preis erledigt haben. "Das ist unser Anteil an der Wiederherstellung des Friedhofes", so Heine.

Zusätzlich zu den Steinmetzarbeiten kommen noch Kosten für das Aufräumen und diverser Ausbesserungen hinzu. Außerdem muss stellenweise wieder neuer Rasen angesät werden. "Restarbeiten werden von den Mitarbeitern des Betriebshofes erledigt", so Galander. Insgesamt muss die Stadt rund 5000 Euro für die Wiederherstellung des jüdischen Friedhofes berappen. Geld, das sie eigentlich nicht hat. Um so ärgerlicher, dass nach wie vor jede Spur von den Tätern fehlt. Wie Madeleine Camin vom Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte, laufen die Ermittlungen des Staatsschutzes zwar auf Hochtouren, doch bisher ohne Erfolg. Ob die zwei Hinweise, die bisher nach dem Aufruf in der Presse bei der Polizei eingingen, zu den Tätern führen, wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Bisher haben Anklamer Bürger und Firmen sowie die Stadt selbst insgesamt 600 Euro für Hinweise auf die Täter ausgelobt. Falls die nicht gebraucht werden, weil die Täter so gefasst werden können, soll ein Teil der Summe für die Instandsetzung des jüdischen Friedhofes genutzt werden. "Die Stifter haben dafür ausdrücklich ihre Zusage gegeben."

Hinweise zur Verwüstung auf dem jüdischen Friedhof können weiterhin bei der Polizei unter Telefon 0395 55822223 gegeben werden.

Nordkurier-Anklam

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