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Liberale für ständige Kontrolle des Marktes
Punks auf dem Marktplatz Neubrandenburg und ihr Verhalten sind erneut Anlass für Beschwerden. Das Ordnungsamt kann aber nichts feststellen.
26.05.2012
Andreas Segeth
Neubrandenburg.Die Bürgerbeschwerden zum Marktplatz häuften sich wieder, monierte Ratsherr Enrico Komning, Fraktionschef der Freien Bürger/FDP, im jüngsten Hauptausschuss. Nachdem die Treppen vor dem HKB durch den Bauzaun versperrt sind, belegten "die alternativen Jugendlichen", so Komning, die Bänke an den Wasserspielen und hinterließen diese meist sehr verschmutzt. Bürger hätten ihm berichtet, dass sie angepöbelt worden seien, manche Punks bettelten Passanten an, in den Treppengängen zu den Tiefgaragen werde nicht nur Abfall hinterlassen, sondern auch uriniert. Das seien aber nicht die einzigen Probleme in der City, die an ihre Fraktion herangetragen worden seien. In der verkehrsberuhigten Treptower Straße zwischen Marktplatz-Center und C&A werde ständig verkehrswidrig geparkt.
Komning regte an, dass das Rathaus zeitnah ständige Kontrollen des Marktplatzes und seines Umfeldes durch das Ordnungsamt veranlassen könnte, um die Verursacher bei Verstößen gegen Recht und Ordnung zur Verantwortung zu ziehen. Das Problem sei bekannt und werde oft diskutiert, sagte Peter Modemann, Leiter des Bereiches Ordnung und Sicherheit im Rathaus. Erst vor kurzem habe es ein Gespräch zu dem Thema mit Marktplatz-Anrainern wie dem Marktplatz-Center, dem Hotel Radisson Blu und der Neuwoges gegeben. Dabei habe sich herausgestellt, dass nicht alle Vorwürfe tatsächlich aktuell seien - einiges stamme aus dem Vorjahr. Und immer, wenn das Ordnungsamt auf dem Marktplatz kontrolliere, gebe es kein Problem: Die Hunde der Punks seien angeleint und es gebe keine laute Musik. Bei der Polizei liege zu dem Thema nicht eine einzige Anzeige vor. Dennoch kündigte Modemann an, dass man sich mit der Polizei und der Mobilen Jugendarbeit zu dem Thema noch einmal verständigen wolle.
Caterina Muth, Fraktionschefin der Linken, betonte, dass Gesetzesverstöße natürlich geahndet werden müssten. Dennoch konstatiere sie bei diesem Thema eine gefühlte Fremdheit gegenüber Leuten, die anders aussehen. In dieser Diskussion müsse man die Emotion rausnehmen und "nicht nur über Freiheit schwafeln, sondern sie dann auch zulassen".
Kontakt zum Autor:
a.segeth@nordkurier.de
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