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500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen
Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.
14.05.2012
Stadt Usedom/Anklam.Jubel, Trubel, Heiterkeit - und das trotz der steifen Brise auf den Peenewiesen: Zum vierten Mal seit 2009 lud am Wochenende der Verein "Demokratisches Ostvorpommern" zum Mitmachfestival VOICES nach Usedom ein. Gekommen waren überwiegend junge Leute. "Die Besucher sind immer auch die Macher", beschreibt Annett Freier das Konzept des Jugend- und Familienfestivals. Einerseits soll ein kulturelles und spielerisches Angebot begeistern, andererseits durch den Mitmach-Parcours demokratische Bildungsangebote nahegebracht werden. Bei diesem Parcours hatten Familien sowie Teams ohne familiäre Bande die Chance, den Titel "Stärkste Familie 2012" zu erringen. Dabei galt es verschiedene Disziplinen erfolgreich zu absolvieren: Promille-Brille, Kuhwettmelken, Länderquiz, Wettnageln, Schlauchkegeln, braune Bälle versenken. Ausgelassen ging es zu. So konnte man beim Stiefelweitwurf seine Kräfte messen oder im XXL-Kicker versuchen, das gegnerische Tor zu treffen. Der Künstler Jens Kuhle lud derweil in seinem Zelt zum Lösen eines Farbenorakels ein. Auf der Bühne tanzten Kinder und Jugendliche von der Tanzgruppe ATU aus Swinemünde, spielte die Bigband Groovties aus Greifswald und folgte das Programm "Laut und Bunt" vom Jugendkulturzentrum Peenebunker Wolgast. Für einen Kurzbesuch kam auch die Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) vorbei.
Die beiden Organisatorinnen des VOICES 12-Festivals, Annett Freier und Tina Rath, zogen ein positives Fazit: Die beiden Frauen vom Demokratieladen Anklam zählten tagsüber 500 Besucher und am Abend gut hundert Jugendliche, die sich um die Bühne drängten. Hier sorgte der Feuerspucker Vulcano ebenso für Begeisterung wie die vier Bands aus der Region.
Wie wichtig es ist, Zeichen gegen Rechts zu setzen, verdeutlichte Tina Rath. Sie berichtete, dass der Usedomer NPD-Stadtvertreter Daniel Ohm Jugendliche bedroht haben soll, die Plakate der rechten Organisation "Freies Pommern" mit Voices-Stickern überklebten. Ohm wurde am Abend auch auf dem Festivalgelände gesehen, wo er Kennzeichen fotografiert haben soll. "Damit rechnen wir jedes Jahr", doch davon wolle man sich nicht einschüchtern lassen, sagte Tina Rath.
Nordkurier-Usedom
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