links-lang fetzt!

::Features::

Link: Gegen den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg Link: Antirassistische Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen Link: Antifaschistisches Infoblatt

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

Lehrer wollen weg von der Moralkeule

Bildung. Pädagogen wollen sich vernetzen, um in Israel erworbenes Wissen im Unterricht erfolgreicher für eine Demokratie-Erziehung einzusetzen.

15.11.2010

Von André Gross

Waren. "Das Schlimmste ist, wenn man mit seinem erworbenen Wissen und seinen tiefen Gefühlen allein dasteht." Gleich mehrere Lehrer schilderten Donnerstag und Freitag an der Europäischen Akademie in dieser und ähnlicher Form ihre Rückkehr in den Schulalltag. Rund die Hälfte aller 89 bislang an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem/Jerusalem weitergebildeten Pädagogen aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns war zu einer Konferenz in die Müritzstadt gekommen. Es galt, ein Netzwerk als "Markt der Möglichkeiten" zu knüpfen. Und das Interesse an regelmäßigem Austausch, auch in "kleinen Netzen", war groß. Bis zum Frühjahr soll eine von den Ergebnissen der Tagung befruchtete Konzeption vorliegen, kündigte Kultusminister Henry Tesch (CDU) an.

Anja Hauffe, Lehrerin am Recknitz-Campus in Laage, kann dem Netzwerk mit Sicherheit viel geben. Sie gehört zum aktuellen Absolventenjahrgang des seit 2007 jährlich durchgeführten Seminars in Israel und wurde an ihrer Kooperativen Gesamtschule mit Neugier empfangen. Sie findet schulübergreifende Kontakte zu den Berufskollegen landesweit "enorm wichtig, wir müssen viel mehr Mut in der Demokratieerziehung haben, müssen weg vom 90-Minuten-Frontalunterricht und dem Schwingen der Moralkeule". Yad Vashem habe sie stärker gemacht, zwei Lehrer ihrer Einrichtung wollen nun ebenfalls nach Israel reisen, so die 41-Jährige. "Man kann nur ein Feuer anzünden, wenn man selbst brennt." Zugleich habe sie aber begriffen, dass man nicht als "Klugscheißer" zurückkommen dürfe, der die Welt verändern will.

Doris Lipowski, Referentin für internationalen Austausch im Bildungsministerium, hat alle vier bisherigen Studienjahrgänge nach Jerusalem begleitet und bereitet derzeit den fünften für das kommende Jahr vor. Das Studienprogramm sei ständig modifiziert worden, um es so gut wie möglich den Bedürfnissen der Lehrer anzupassen, berichtete sie.

Die in Yad Vashem erworbenen Kenntnisse seien geeignet, sie im Sinne von Menschenrechtserziehung in vielen Unterrichtsfächern anzuwenden. In dem Netzwerk sehe sie ein geeignetes Beratungsinstrument, wie Wissen und Material auf konkrete Unterrichtssituationen und Schülergruppen angewendet werden kann. "Wir haben schon einiges bewirkt", antwortete Doris Lipowski auf die Frage nach dem Erfolg des Programms. Dem gibt auch die Schule in Yad Vashem gute Noten. Deborah Hartmann von der dortigen deutschsprachigen Abteilung teilte mit, die Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Raum sei Yad Vashem wichtig.

Kultusminister Tesch, der die Idee von der Bildungskooperation mit Yad Vashem vom Neustrelitzer Gymnasium Carolinum mit in die Landeshauptstadt genommen hatte, war schon 2007 überzeugt, dass das Konzept stimmig sei. Gestern kam er zu dem Schluss, dass es aufgegangen ist. Auf der Konferenz waren auch die Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin, das Stadtschulamt Wien und die Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück vertreten.

Nordkurier

::Action::

Modern Pets + Die Kafkas
Konzert
18.05., AJZ Neubrandenburg

"Keine Zukunft für Nazis"
Infoveranstaltung
21.05., Café Median Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

14.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

12.05.2012 [OZ]
Turgut-Weg nicht vom Tisch / Stadt prüft nach der Ablehnung einer Gedenkstraße für Mehmet Turgut durch den Ortsbeirates Dierkow Ost-West Alternativen

12.05.2012 [NK]
Wolgast macht Platz für 190 Asylbewerber / 190 Asylbewerber werden in Wolgast noch in diesem Sommer Unterschlupf finden. Doch dazu sind große Anstrengungen nötig. Ein noch bewohnter Block wird in den nächsten Wochen leergezogen. Für diese Kosten muss zunächst die Wohnungswirtschaft aufkommen.

11.05.2012 [OZ]
Wolgast-Nord wird neue Heimstatt für Asylbewerber / Bis Ende Juni soll Wohnblock bezugsfertig sein.

11.05.2012 [OZ]
Viele Migranten sind wütend / Kritik nach Votum gegen einen Mehmet-Turgut-Weg.

alle Presseartikel