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Schulleiter nehmen NPD-CD sehr ernst
Wahlkampf. Einige Neubrandenburger Schulleiter drohen der NPD mit der Polizei. Sie dulden die Propaganda nicht.
02.09.2010
Von Ingmar Nehls
Neubrandenburg. Der NPD-Landesverband hat auf einer einschlägigen Internetseite bekannt gegeben, dass ab dem 4. September 25000 Schulhof-CDs verteilt werden sollen. Schon Einige Neubrandenburger Schulleiter kündigten jetzt an, gegebenenfalls die Polizei zu alarmieren. "Ich werde meinen Kollegen eine Auseinandersetzung im Klassenzimmer empfehlen. Dies soll aber nicht mit erhobenem Zeigefinger geschehen", sagte der Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, Dietmar Kittler.
Bisher habe die rechte Szene das Gymnasium noch nicht ins Visier genommen. Auch die Berufliche Schule für Wirtschaft, Handwerk und Industrie stellt sich auf die NPD-Aktion ein. "Wir haben unseren Schulhof gut im Blick. Sollten die CDs bei uns verteilt werden, würden wir unser Hausrecht wahrnehmen und auch die Polizei anrufen", sagt Direktor Torsten Sommer.
Sommer werde mit seinen Kollegium über die Aktivitäten der NPD sprechen und sich beraten, wie er der Neubrandenburger Zeitung sagte. Nicht kontrollierbar sei aber die Möglichkeit, sich die CD aus dem Internet zu laden. "Wir werden nicht vor dem Download warnen. Das wäre kontraproduktiv. Sollten wir aber feststellen, dass einige Schüler Lieder auf ihren Handys mit in die Schule bringen, werden wir reagieren", sagte Torsten Sommer.
Auch Rüdiger Bretschneider, Leiter der Neubrandenburger "Vier Tore Gesamtschule", kündigte an, die Aktivitäten der NPD nicht zu tolerieren. "Sollten bei uns CDs verteilt werden, dann ziehen wir diese ein", sagte Bretschneider und verwies auf die Hausordnung, die rechtsextreme Kleidung oder Musik verbietet.
Das Lehrerkollegium sei zudem in einer Schulung über rechtsradikalen Symbole aufgeklärt worden. Bisher seien nach Bretschneiders Kenntnisstand aber noch keine CDs an der Schule verteilt worden.
Nordkurier-Altentreptow
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