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"Neonazis wollen 'Zone der Angst' etablieren"
In Greifswald sind wieder verstärkt Neonazis aktiv. Am 1. April führten sie eine Kundgebung an der Bismarcksäule durch.
04.04.2008
Eine Pressemitteilung der Antifa Greifswald bereits vom 02. April.
Neonazistische Schmiererein, Hakenkreuze und rechte Verteilaktionen häufen sich in der Stadt, die bis ins Jahr 2000 noch als "Zone der Angst" beschieben wurde - in Greifswald tut sich wieder etwas. Die Sprache ist von einer Neonaziszene, die nach jahrelanger Lethargie sich wieder sammeln konnte und nun versucht, jene "Zone" wieder zu etablieren.
Am 01. April versammelten sich 8-10 Neonazis gegen 18.30 Uhr um den Studenten Ragnar Dam (HDJ) an der Bismarcksäule in der Wolgasterstraße. Dort hielten sie vermummt eine Kundgebung unter dem Motto: "Ehre unseren Ahnen" ab. Anlass war höchstwahrscheinlich der Geburtstag des ehemaligen Reichskanzler Otto von Bismarck am 01. April 1815. Im Anschluss an die neonazistische Veranstaltung gegen 19.15 Uhr teilten sich dort anwesenden Rechten auf, um eventuell ankommende Antifaschist_innen heimtückisch überfallen zu können. Dies konnte jedoch verhindert werden.
"Dies bedeutet für Greifswald eine neue Qualität neonazistischer Aktivitäten und wir beobachten schon seit Längerem das Erstarken einer neuen rechtsextremen Gruppe in Greifswald. Neonazi-Kader wie Lutz Giesen (NPD), Frank Klawitter (HDJ) oder Ragnar Dam (HDJ) ernten jetzt die Früchte ihrer Jugend- und Aufbauarbeit. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden!", so ein Pressesprecher der "Antifaschistischen Aktion Greifswald".
Und weiter: "Unser Anliegen ist es, durch Aufklärung und Informationen unsere Vorstellungen von einer emanzipatorischen Gesellschaft, in der für rechtes Gedankengut kein Platz ist, auf die Straße und in die Köpfe zu tragen."
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