|
::Features::
::Suche::
|
|
Schnüffler on Tour
Zunehmend kommt es in Mecklenburg-Vorpommern zu Versuchen von Polizei und Verfassungsschutz, Leute aus der linken Szene einzuschüchtern oder anzuwerben. Davon sollte sich niemand beeindrucken lassen.
29.12.2006
In letzter Zeit häufen sich in Mecklenburg-Vorpommern Fälle, in denen Polizei oder Geheimdienste Leute, die sie der linken Szene zurechnen, angequatscht haben. So kam es in Rostock, Greifswald und Neubrandenburg zu Versuchen, Menschen einzuschüchtern oder sie für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Es liegt auf der Hand, dass dies mit der Aufregung der Sicherheitsbehörden um die Proteste gegen den bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm zu tun hat.
Wer plötzlich mit einem unerwarteten Besuch konfrontiert wird, der sich als Mitarbeiter/in des Innenministeriums oder des Verfassungsschutzes vorstellt und an einer Zusammenarbeit gegen die NPD interessiert ist, sollte sich davon nicht überrumpeln lassen. Stattdessen sollte gleich an der Haustür oder am Ort des Anquatschversuchs deutlich gesagt werden, dass man daran kein Interesse hat, und das Gespräch beendet werden. Der Verfassungsschutz ist an Informationen über linke Strukturen interessiert, die im Endeffekt andere Leute gefährden oder der Strafverfolgung durch die Polizei aussetzen können. Weil die Spezialist/innen der Geheimdienste aus jedem scheinbar oberflächlichen Gespräch Informationen herausziehen können, ist jede Unterhaltung mit ihnen eine zuviel. Stattdessen sollte man schnellstmöglich andere politische Freunde und Gruppen über solche Vorfälle informieren.
Das gleiche ist ratsam bei Anschreiben oder Anquatschversuchen der Polizei, in denen sie auf angebliche politische Betätigungen der Angequatschten aufmerksam macht und ihnen zu verstehen gibt, dass man sie beobachten würde. Da diese Aktivitäten sich auf die Teilnahme an Demonstrationen oder auf oftmals geringfügige und später eingestellte Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten beschränken, sollte man diesen Drohungen keine allzu große Bedeutung zumessen. Denn hätten die Behörden konkrete Hinweise auf Gesetzeswidrigkeiten, wären längt Ermittlungen oder Strafverfahren eingeleitet worden. Stattdessen dienen solche Drohungen nur der Einschüchterung, um den Betroffenen den falschen Eindruck zu vermitteln, ihr Engagement wäre illegal.
Laßt euch deshalb von solchen Vorkommnissen nicht irritieren. Sprecht unverzüglich und offen mit Freund/innen und anderen politischen Gruppen über die Ereignisse und macht sie überregional bekannt. Gehen wir den Versuchen von Polizei und Geheimdiensten, uns einzuschüchtern oder auseinanderzudividieren, nicht auf den Leim.
Links
Verfassungsschutz unternimmt Anwerbeversuch in Frankfurt (Oder)
Ein ausführlicher Bericht, wie eine Anwerbung durch den Verfassungsschutz funktioniert
http://www.soligruppe-frankfurt.de/index.php?
option=com_content&task=view&id=79&Itemid=1
|
|
|
::Action::
Infoveranstaltung "Fight Racism now!"
Infoveranstaltung
20.05., Café Median Rostock
Imam Baildi
Konzert
20.05., Peter-Weiss-Haus Rostock
alle Termine
alle Presseartikel
::Presse::
16.05.2013 [NK]
Fast jeden Tag eine rechtsextreme Aktion in MV / Auf elf Seiten listet das Innenministerium in Schwerin Veranstaltungen mit rechtsextremem Hintergrund im vergangenen Jahr auf. Und das sind nur die offiziell gewordenen.
15.05.2013 [SVZ]
NPD-Provokation vor dem Schloss / Die NPD will am 2. Juni in Schwerin zum Tag des offenen Schlosses auflaufen.
15.05.2013 [NK]
Als dumme Nazis die Bücher kluger Menschen verbrannten / Gedenken an Bücherverbrennung in Torgelow
15.05.2013 [NK]
Ordnungsamt: Nicht zu viele Fahnen im Zug der NPD / "Kein Grund zum Einschreiten"
15.05.2013 [OZ]
Zeitzeugen an der Stadtschule / Die Projektgruppe "Stolpersteine" lädt am 29. Mai zur Zeitzeugenveranstaltung mit Erich Kary in die Aula der Großen Stadtschule ein. Erich Kary wurde am 28. November 1924 in Angerburg (Ostpreußen) geboren.
14.05.2013 [OZ]
Nach Diebstahl: Greifswalder Stolpersteine werden neu verlegt / Die Plaketten, die an die vom NS-Regime deportierten und ermordeten Juden erinnern, waren in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2012 gestohlen worden.
13.05.2013 [OZ]
Landespolitiker beleuchtet rechten NSU-Terror / Jürgen Suhr hält Vortrag im Grünen-Büro in Stralsund
11.05.2013 [OZ]
Fünf unbekannte Neonazi-Morde? Grüne verlangen Untersuchung / Die Gewalttaten zwischen 1996 und 2001 stehen in dem Verdacht, rechtsextremistisch motiviert gewesen zu sein. Die SPD lehnt eine öffentliche Aufklärung ab.
alle Presseartikel
|