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Trubel um Thor Steinar
Das Schweriner Innenministerium bestätigt Vorwürfe von Antifa-Gruppen, dass der Kauf von Thor Steinar-Klamotten die rechte Szene unterstützt.
03.03.2006
Seit Jahren machen Antifas auf die Bedeutung der Marke Thor Steinar aufmerksam, die sich in der Neonazi-Szene großer Beliebtheit erfreut und Teil eines rechten Lifestyles geworden ist. Zuletzt teilte die Antifa Schwerin in einem offenen Brief mit, dass Axel Kopelke aus Königs Wusterhausen, der das Label gegründet hätte, Verbindungen zur rechten Szene habe. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung heißt es aus dem Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern, "dass der Kauf solcher Kleidung indirekt zur finanziellen Unterstützung von Rechtsextremisten beitragen kann". Die für die Beobachtung von rechtsradikalen Aktivitäten zuständige Behörden waren bisher eher verhalten, einen direkten Zusammenhang zwischen Neonazis und dem Label zu benennen.
Thor Steinar war zuletzt mit mehreren Verfahren um sein Logo in die Schlagzeilen geraten. Ein Berliner Amtsgericht hatte entgegen einer Entscheidung des Brandenburger Oberlandesgerichtes vor einigen Tagen entschieden, dass die verbundenen Runen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zum Verwechseln ähnlich sehen und damit strafbar sind. Nach einem ähnlichen, aber später widerrufenen Urteil in Brandenburg hatte die Firma ihr Logo durch ein neues, unverfänglicheres ersetzt. Kleidung der Marke Thor Steinar wird in Mecklenburg-Vorpommern in einer Vielzahl von Läden etwa in Schwerin, Rostock und Güstrow verkauft.
Links
Recht, Rechte und Runen
In Brandenburg darf ein Thor-Steinar-Logo getragen werden - in Berlin hängt es vom Richter ab
Berliner Zeitung vom 02.03.2006
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/530713.html
Hersteller-Firma will Schadenersatz
Berliner Zeitung vom 02.03.2006
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/530714.html
Stop Thor Steinar
Internetseite der Kampagne
http://www.stop-thorsteinar.de.vu
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