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"Sich den Neonazis in den Weg stellen"

Antifa [affect] Schwerin kritisiert Stadt für Ignoranz gegenüber Neonazi-Demonstration am kommenden Sonnabend.

10.05.2005

Eine Pressemitteilung der antifa [affect] schwerin von heute.

Am kommenden Samstag wollen nach über zwei Jahren wieder Neonazis in Schwerin marschieren. Unter dem Motto "Nein zu dieser EU - Souveränität erhalten - EU-Verfassung ablehnen!" rufen die Mecklenburgische Aktionsfront(MAF) und das Soziale und Nationale Bündnis Pommern(SNBP) zu einem Aufzug durch die Schweriner Innenstadt auf.

Die Neonazis mobilisieren seit dem 30. April nach Schwerin und zeigten die Demonstration nach Informationen der antifa [affect] schwerin bereits vor 2 Wochen beim Oberbürgermeister Norbert Claussen an. Pressesprecherin Charlotte Blumenthal dazu: "Es ist für uns unverständlich, wieso die Öffentlichkeit über die Sachlage erst auf der Stadtvertretersitzung am vergangenen Montag Kenntnis erlangen konnte. Das Beispiel Berlin hat gezeigt, daß es möglich ist, den Aufzug der Neonazis mit friedlichen Mitteln zu verhindern, wenn sich die Stadt nur eindeutig positioniert und die Öffentlichkeit informiert". Die Stadtvertreter schlossen rechtliche Schritte gegen den Aufmarsch oder die Route durch die Schweriner Innenstadt jedoch aus. Jede andere Stadt fechtet - zumindest aus symbolischen Gründen - einen Aufmarsch oder dessen Route gerichtlich an. Die Handhabung der Stadt Schwerin ist hingegen unvereinbar mit dem Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Wahns vor wenigen Tagen und den Bekundungen der Politiker einem erstarkenden Neonazismus offensiv gegenüberzutreten.

"Die Losung der Neonazis ist dabei lediglich ein Vorwand um ihr braunes Gedankengut in die Öffentlichkeit zu tragen", so Pressesprecher Joachim Fichtner. "Wir fordern daher alle Schweriner auf, sich den Neonazis am Samstag ab 10 Uhr auf dem Hauptbahnhof in den Weg zu stellen."

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