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"Petrus ist ein Antifa"
Am Sonnabend versuchten sich Neonazis in Pasewalk an einer Demonstration. Protestierende Antifaschist/innen hatten dabei einen mächtigen Verbündeten.
07.07.2003
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| Antifa-Demo, "Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig", 700x465, 65 KB |
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| nasse Nazis, 700x303, 47 KB |
Wer gegen Rechts protestiert, ist immer wieder erstaunt über seine Verbündeten. "Petrus ist ein Antifa!" schallte es am vergangenen Sonnabend in Pasewalk zu den Neonazis hinüber. Im andauernden Regen hatten sich etwa 190 NPD-Anhänger und Kameradschaftsfaschos zusammengefunden, um nicht nur gegen den EU-Beitritt Polens, sondern für die Abschottung Deutschlands vom Rest der Welt zu demonstrieren.
Sozial- und Arbeitsmarktpolitik ist freilich nicht das beste Thema für Stammtisch-Rassisten und Neonazi-Skinheads. Mit Forderungen nach der Auflösung von Gewerkschaften oder der Abschaffung maschineller Arbeit dürften weder die eigene Klientel noch die Einwohner/innen Pasewalks überzeugt werden können. Also mußte immer wieder die revisionistische Forderung nach der Wiedereingliederung der ehemaligen Ostgebiete aufgeworfen werden oder der politische Gegner für Seitenhiebe herhalten.
Die anwesenden Antifaschist/innen beeindruckte das herzlich wenig. Sie kommentierten den Umzug der Neonazis nicht nur mit den üblichen Rufen, sondern vor allem viel Gelächter. An die 200 Menschen mögen es gewesen sein, die in der Stadt unterschiedlich aktiv waren. Weniger, zwischen 100 und 150, waren sie, als am Vormittag eine Demonstration des PDS-Jugendverbandes [solid] - ohne Regen - stattfand.
Gegen 15 Uhr schließlich machten sich die aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und sogar Brandenburg angereisten Neonazis auf den Weg nach Hause. Und - wie sollte es anders sein - da ließ sich auch die Sonne wieder über Pasewalk blicken.
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