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Street Art is not a Crime!

Graffiti sind keine "häßlichen Schmierereien die das Stadtbild veschandeln". Und wird auch nicht gemacht von "orientierungslosen Jugendlichen, die graue Wände bunter machen wollen", wie öfter von verständnisvollen Sozpäds angenommen wird. Es ist viel einfacher: Graffiti ist - oft illegale - unkontrollierbare Straßenkultur!
Es ist viel geiler ein schönes Bild zu sehen als noch so eine häßliche Reklame. Ob wir jeden Tag an der gleichen beschissenen Werbetafel vorbeilaufen wollen hat uns niemand gefragt - trotzdem ist so etwas legal. Sprühen jedoch ist verboten.

Leider wissen zu wenig Writer und Writerinnen wie sie sich bei Ärger mit der Polizei verhalten müssen. Immer wieder passiert es, dass sich Leute ungewollt gegenseitig belasten. Hier ein paar Tipps:

1. Grundsätzliches
* Dosen putzen (wg. Fingerabdrücke)
* Dosen nicht mit Deiner Handschrift markieren
* Wenn Du mit einer Skizze losgehst, darauf achten, daß der Name auf keiner Zeichnung zuhause existiert!
* Vorher die Wand angucken oder damit fahren... :)
* mögliche Fluchtwege angucken
* Dosen zuhause schütteln


2. Beim Malen
* Leise sein!
* Vorher Lage abchecken
* mit Handschuhen malen
* Dosen nicht mit blossen Händen anfassen auch in Stressituationen nicht!
* Spass am Malen nicht vergessen.


3. Nach dem Malen
* Leere Dosen liegenlassen und nächsten Tag zum Recyclinghof mitnehmen!
* Benutzte Caps und Handschuhe wegschmeißen
* ruhig Richtung Fahrrad oder Auto laufen
* erst freuen, wenn Du im Bett liegt...


4. Aktion mit Polizeikontakt :(
* Wenn Dich ein privater Sicherheitsdienst festnimmt, sofort nach der Polizei verlangen.
* Aussage verweigern, nur Angaben zur Person machen.
Das ist der wichtigste Punkt von allen! Du bist verpflichtet, der Polizei Namen, Geburtstag, Meldeadresse und eine ungefähre Berufsbezeichnung ("Schüler", "Angestellter") mitzuteilen. Mehr musst Du nicht und solltest Du auch nicht sagen - Nichtaussage ist nicht zu Deinem Nachteil, ganz egal was sie Dir erzählen! Wenn Du was zu sagen hast, kannst Du das genauso später tun, nachdem Du ein paar Nächte drüber geschlafen hast, Dich mit FreundInnen oder Anwalt beraten hast. Viel zu oft plaudern Leute aus welchen Gründen auch immer gegenüber der Polizei munter drauf los und belasten so sich und/oder andere.
* Wenn sie versuchen, Dir Silberbilder zuzuschieben, und mit dem Finger über die Silberfarbe wischen: Silber ist nicht abriebfest!! Spart euch die Tatsache lieber für die Verhandlung auf.

Wenn Du Glück hast, nehmen sie nur Deine Adresse auf und das war es vorerst. Wenn Du Pech habt, musst Du mit auf die Wache.

5. Auf der Wache
Du wirst durchsucht. Skizzen die noch ungesehen sind, am besten vorher loswerden.
Sachen von Dir werden sichergestellt: Lass Dir eine Quittung geben! Wenn Ihr zu zweit seid, werdet Ihr jeweils allein zum Verhör geführt und vernommen. Wieder GANZ WICHTIG: Nix sagen!
Es wird Dir vielleicht auch eine Hausdurchsuchung angedroht...
Auf der Wache und noch Tipps für Verhöre

6. Hausdurchsuchung
Die Polizei darf nur die Räume des Beschuldigten durchsuchen, also: Schlaf- und/oder Wohnzimmer und gemeinsam genutzte Räume wie Keller. Die BeamtInnen kommen oft sehr früh (zwischen 7 und 8 Uhr), damit Sie sicher sein können, daß der Beschuldigte anwesend ist. Kümmere Dich schon jetzt darum, dass die Polizei Dich vielleicht mal besuchen kommen könnte: belastende Fotoalben, Blackbook und Zeichnungen entfernen, ggf. auch Fotoapparat. Magazine, Kaufvideos etc. sind egal. Nie Telefonnummern mit Writernamen kennzeichnen!
Ausführliche allgemeine Infos zum Verhalten bei Hausdurchsuchungen findest Du hier: Hausdurchsuchungen

7. Vorladungen
Wenn Du als Beschuldigter zur Polizei vorgeladen wirst, ist das eine Einladung: Du musst nicht hingehen! Erst wenn Dich die Staatsanwaltschaft lädt, musst Du hin. Etwas anderes ist es, wenn Du als Zeuge geladen wirst. Beachte die Hinweise, was Du wann bei wem sagen musst und konsultiere im Zweifelsfall einen Anwalt: Vorladungen

8. Strafbefehl
Irgendwann bekommst Du einen Strafbefehl, oder einen Vermerk, daß das Verfahren gegen Dich eingestellt wurde. Beim Strafbefehl: Spätestens jetzt solltest Du Dich mit einem Anwalt beraten. Unbedingt die Widerspruchsfrist einhalten! 14 Tage nach Zustellungsdatum (wird auf dem Umschlag vom Postbeamten vermerkt). Anwalt konsultieren und Widerspruch einlegen, das geht so:

Betreff: [Euer Aktenzeichen und GeschäftsNr.]
Sehr geehrter Herr Richter XY,
gegen den Strafbefehl Geschäfts-Nr.: XY lege ich zwecks Fristenwahrung Rechtsmittel ein. Die Straftaten werden von mir bestritten.
Mit freundlichen Grüßen

Ausführliche allgemeine Infos zum Verhalten bei Strafbefehlen findest Du hier: Strafbefehl

Mehr rechtliche Infos gibs in den Texten der Roten Hilfe und auch auf dieser Seite.

::Action::

Infoveranstaltung "Fight Racism now!"
Infoveranstaltung
20.05., Café Median Rostock

Imam Baildi
Konzert
20.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

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::Presse::

16.05.2013 [NK]
Fast jeden Tag eine rechtsextreme Aktion in MV / Auf elf Seiten listet das Innenministerium in Schwerin Veranstaltungen mit rechtsextremem Hintergrund im vergangenen Jahr auf. Und das sind nur die offiziell gewordenen.

15.05.2013 [SVZ]
NPD-Provokation vor dem Schloss / Die NPD will am 2. Juni in Schwerin zum Tag des offenen Schlosses auflaufen.

15.05.2013 [NK]
Als dumme Nazis die Bücher kluger Menschen verbrannten / Gedenken an Bücherverbrennung in Torgelow

15.05.2013 [NK]
Ordnungsamt: Nicht zu viele Fahnen im Zug der NPD / "Kein Grund zum Einschreiten"

15.05.2013 [OZ]
Zeitzeugen an der Stadtschule / Die Projektgruppe "Stolpersteine" lädt am 29. Mai zur Zeitzeugenveranstaltung mit Erich Kary in die Aula der Großen Stadtschule ein. Erich Kary wurde am 28. November 1924 in Angerburg (Ostpreußen) geboren.

14.05.2013 [OZ]
Nach Diebstahl: Greifswalder Stolpersteine werden neu verlegt / Die Plaketten, die an die vom NS-Regime deportierten und ermordeten Juden erinnern, waren in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2012 gestohlen worden.

13.05.2013 [OZ]
Landespolitiker beleuchtet rechten NSU-Terror / Jürgen Suhr hält Vortrag im Grünen-Büro in Stralsund

11.05.2013 [OZ]
Fünf unbekannte Neonazi-Morde? Grüne verlangen Untersuchung / Die Gewalttaten zwischen 1996 und 2001 stehen in dem Verdacht, rechtsextremistisch motiviert gewesen zu sein. Die SPD lehnt eine öffentliche Aufklärung ab.

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