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17.07.2003
Mit Spaß für Akzeptanz werben - Erste CSD-Parade in Rostock - Comedian Thomas Hermanns ist Stargast
Schwule und lesbische Rostocker zeigen sich zwar bei den großen Paraden in Hamburg oder Berlin, verstecken sich in der eigenen Stadt aber, stellt Mitorganisator Ronny Schmidt fest. Am Sonnabend gibt es Gelegenheit, auch in der Hansestadt Flagge zu zeigen. Um 15.00 Uhr beginnt am Neuen Markt die erste Rostocker CSD-Parade. Stargast ist Fernseh-Comedystar Thomas Hermanns, der nach ursprünglicher Absage nun doch an die Ostsee kommt.
Mit solchen und ähnlichen CSD-Veranstaltungen wird weltweit in jedem Jahr an die blutigen Ereignisse in New York 1969 in der Christopher Street erinnert und für Akzeptanz von homo- und transsexuellen Lebensformen geworben. Zwar werde das gern schrill und verbunden mit Spaß rübergebracht, aber die Parade ist eine politische Demonstration gegen Diskriminierung, betont Detlef Söllick vom Verein Rat und Tat.
Acht Wagenbereiche mit 15 Fahrzeugen und die in Rostock schon bekannte Samba-Band "Surdo und Gomorrha" bilden die Parade, die vom Neuen Markt über Kröpeliner Straße zum Brink führt, wo um 17.00 Uhr das traditionelle Straßenfest beginnt. Ronny Schmidt lädt nicht nur Schwule und Lesben ein, sich an dem bunten und fröhlichen Umzug zu beteiligen.
Mehr Zuspruch in Form von Regenbogenflaggen hätte sich Ronny Schmidt von den Händlern entlang der Strecke erwartet. Umso mehr freut er sich, dass die Flagge auf dem Rathaus weht, die Stadtwerke die Laternen schmücken oder auch die Telekom sich dem Anliegen nicht verschließt. Auch eine ganze Reihe von Unternehmen hilft, diese Premiere im Land zu unterstützen.
"Anders - ist anders als du denkst" heißt das Motto des Rostocker CSD 2003. Neben der Parade laden die Organisatoren zum Straßenfest am Brink ein, wo Fabiana Franca ab 17.00 Uhr durch das Programm führt, das auf dem Straßen für reichlich Stimmung sorgen soll. Ab 23.00 Uhr geht die Party dann im Fantasia-Zelt im Stadthafen weiter. Dann wird auch zum ersten Mal eine "Miss Drag Queen" in Rostock gekürt. Bei der Premiere soll es übrigens nicht bleiben, sagt Detlef Söllick. Klappt alles, wird es auch 2004 wieder eine CSD-Parade geben.
Norddeutsche Neueste Nachrichten
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17.07.2003
Christopher Street Day startet erstmals mit Parade
Stadtmitte (OZ) Mit einer bunten Parade, einer Straßen- und einer Abschlussparty feiert Rostock am Sonnabend den Christopher Street Day (CSD). Schwule, Lesben und Heterosexuelle sind unter dem Motto "Anders - ist anders als du denkst" zum Mitmachen eingeladen.
"Wir wollen aber nicht nur feiern, sondern auch unsere politischen Forderungen wie die Verabschiedung des Lebenspartnerschafts-Ergänzungsgesetzes öffentlich machen", erklärt Detlef Söllick. Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Schwulen- und Lesbenvereins "rat + tat" gehört zum Organisationsteam des CSD. Die ganz bewusste Darstellung der Homosexuellen liegt ihm besonders am Herzen.
Die erste Parade zum CSD im Land - er wird von Senator Sebastian Schröder (SPD) und Comedy-Star Thomas Hermanns um 15 Uhr eröffnet - startet am Neuen Markt. Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern haben 15 Wagen gestaltet. CSD-Sprecher Ronny Schmidt verspricht: "Es wird sehr schrill."
Unter anderem stellen sich beim Umzug durch Kröpeliner-, Kuh-, Lange- und Doberaner Straße bis zum Brink Drag Queens vor. Die als Frauen verkleideten Männer treten zum Wettbewerb an, der den ganzen Tag über läuft. Das Straßenfest beginnt um 17 Uhr in der Leonhardstraße. Dort treten die Sambaband "Sordho und Gomorra", Sänger Donato Plögert, die Schlagerband "Die Kusinen" und viele andere auf. Das Finale steigt ab 23 Uhr im Fantasia-Zelt im Stadthafen mit einer Riesenparty.
JENNY KATZ
Ostseezeitung-Rostock
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