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12.07.2003
Damit "Integration" kein leeres Wort bleibt - Fest der Kulturen im Stadthafen
Über Integration lässt sich viel und schlau diskutieren. Wirkungsvoller und spaßiger ist es, gemeinsam etwas zu unternehmen. Das "Fest der Kulturen" im Rostocker Stadthafen gibt dazu heute reichlich Gelegenheit.
Syrischer Männertanz, Gypsy-Folk aus Montenegro, jüdisches Theater oder französischer Chicago Blues - von früh bis spät präsentiert sich Rostock in seiner bunten kulturellen Vielfalt. Alle Generationen und sozialen Gruppen sollen dabei zum Zuge kommen. Das Fest will offen sein sowohl für neue Trends und Stilrichtungen der Jugend- und Minderheitenkultur als auch für alte Traditionen. Darauf legen die Initiatoren großen Wert.
Die Initiatoren, das sind eine Reihe Rostocker Einrichtungen: Die Vereine Kopra und Zabrik zum Beispiel, das Institut für neue Medien, der Fahrrad- und Kfz-Selbsthilfeverein, JAZ, Wohltat und die Behinderten Alternative Freizeit gehören dazu. Außerdem beteiligt sich die Afrikanische Bürgerinitiative, das Arabische Zelt, Dien Hong, Freunde der russischen Sprache, Talide, Ausländerbeirat und Probierwerkstatt.
Sie alle sind überzeugt: Überfremdungsängste können nur durch gelebte kulturelle Vielfalt statt Angleichung gemindert und in Achtung und Toleranz umgewandelt werden. Die Idee zu dem Fest im Stadthafen haben sie sich andernorts abgeguckt. Sie lehnt sich an den "Karneval der Kulturen" an, der seit Jahren erfolgreich in Hamburg und Berlin stattfindet.
Um 11.00 Uhr vormittags beginnt die Veranstaltung im Stadthafen mit einem Kinderfest. Geboten werden Kletterwand, Motorikspiele, Jonglage, Graffiti oder Papierfalten. Auf der Nebenbühne tritt um 11.00 Uhr Zirkus Wölkchen auf, danach gibt es Drachentanz, Puppentheater, afrikanische Trommler und Bauchtanz. Das Jüdische Theater zeigt "Ein Schneider am Hofe der Prinzessin Schedim". Auf der Hauptbühne beginnt das Programm um 13.00 Uhr. Bossanova, Brasilian Jazz-Funk, Bauchtanz... Auch vier Bands aus Dünkirchen sind mit ihrer Musik vertreten. Um 21.00 Uhr schließlich geht im M.A.U.-Klub die Abschlussparty los. Ab 22.00 Uhr tritt dort die kubanische Gruppe Eléyó auf. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.
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