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08.07.2003
Denkmal erinnert an Schlacht im Ersten Weltkrieg - Privater Neubau ist sehr umstritten

Kühlungsborn (OZ) Wenn ein neues Denkmal eingeweiht wird und das offizielle politische Kühlungsborn, die Vertreter von Parteien, Verbänden und Vereinen sowie die Verwaltung bei diesem Ereignis nicht dabei waren, liegt der Schluss nahe, dass etwas sehr Umstrittenes erfolgte, das viele Menschen ablehnen.

Die Einweihung des Skagerrak-Denkmals auf dem Grundstück des Hotels "Schloss am Meer" fand am Sonnabend ohne das offizielle politische Kühlungsborn statt. Die Hoteliers Rolf Radowitz und Andreas Krechlok sind die Initiatoren, Bauherren und Finanziers des Unternehmens. "Wir verfolgen mit dem Neubau des Denkmals keine politischen Zwecke und weisen es weit von uns, in irgend eine militaristische Traditionslinie eingereiht zu werden. Das Denkmal, das zu DDR-Zeiten verkam und abgerissen wurde, ist ein Stück steinerner Stadtgeschichte von Kühlungsborn West, dem früheren Arendsee, und es erinnert an Tausende Seeleute, die 1916 in einer großen Seeschlacht in einem sinnlosen Krieg den Tod fanden. Darunter waren auch junge Menschen aus unserer Region", so Rolf Radowitz.

Gebaut wurde das Denkmal vom Marineverein des Ostseebades Arendsee allerdings erst 1934, in der Zeit der Naziherrschaft und der beginnenden Wiederaufrüstung Deutschlands, die geradewegs in den Zweiten Weltkrieg führte. Darauf wies der verstorbene Ortschronist Rudolf Bartelmann in einem seiner Beiträge in der OZ im März 1999 ausdrücklich hin.

Das Denkmal stand einst neben der DGzRS-Station, dort wo heute das Fisch-Hus ist. Da es von der Stadt keine Genehmigung gab, es im öffentlichen Raum zu errichten, wurde das Privatgrundstück "Schloss am Meer" gewählt, so Krechlok. Er betont, dass dafür keine öffentlichen Mittel flossen.

LUTZ WERNER

Ostseezeitung-Bad Doberan

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