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Weniger rechte Gewalttaten im Nordosten registriert
12.03.2010
NEUBRANDENBURG (EPD). Der Opferberatungsverein Lobbi hat 2009 deutlich weniger rechtsmotivierte Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert als im Jahr zuvor. Insgesamt seien 79 Fälle registriert worden, 2008 seien es noch 103 Fälle gewesen, teilte der Verein gestern mit. 136 Menschen seien davon direkt betroffen gewesen (2008: 213). Der Rückgang könne damit zusammenhängen, dass Lobbi weniger Bedrohungen und versuchte Körperverletzungen angezeigt wurden. Zudem habe der Verein weniger Mitarbeiter als früher. Es gebe allerdings keine Anhaltspunkte, dass die rechte Szene weniger aggressiv geworden sei. Die Angriffe hätten sich 2009 zumeist gegen "alternative Jugendliche" und ihre Treffpunkte gerichtet, hieß es. Auffallend sei, dass von den erfassten Angriffen immer weniger bei der Polizei angezeigt würden. Ursache dafür seien unter anderem die Angst vor Racheaktionen sowie geringe Erwartungen in die Strafverfolgung.
Nordkurier
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