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"Trauermarsch" in Sassnitz - Hitlergruß als Solidaritätsadresse
In Reihen der NPD wird man nicht müde zu betonen, man habe nichts mit Nationalsozialismus und NSDAP zu tun. Beim Trauermarsch in Sassnitz freut man sich nun allerdings über eine Soldaritätsadresse, die mit ausgestrecktem Arm erfolgte. Weniger Freude bereiteten Teilnehmer, die sich mit "amerikanischen Uniformteilen" zum "Trauermarsch" anlässlich des 65. Jahrestages des Angriffs alliierter Bomber einfanden.
09.03.2010
Verfasst von Robert Scholz
In dem Beitrag "Solidarische Hitlergrüße in Sassnitz" befasst sich "Dirk Vorbröker" mit dem von der NPD angemeldeten "Trauermarsch" auf Rügen. Entgegen der tags zuvor erfolgten Berichterstattung, bei der die Teilnehmerzahlen der Polizei bestätigt wurden (150), ging man dieses Mal von 250 Teilnehmern aus. Ein Gegenprotest sei "faktisch nicht spürbar" gewesen, schreibt Vorbröker.
Sogar Zuspruch habe man bekommen. So heißt es in dem Artikel: "Aus mindestens zwei geöffneten Fenstern solidarisierten sich Zuschauer durch das Zeigen des Hitlergrußes". Dass unter Solidarität gemeinhin eine gegenseitige Verbundenheit verstanden wird, sollte dem Autor bewusst sein.
Weniger verbunden fühlt sich Vorbröker aber offenbar mit einigen der "Kameraden" des "Trauermarsches". Entgegen anders lautender Berichte der rechtsextremen Szene, die einen "gänzlich würdevollen und disziplinierten" Marsch beobachtet haben wollen, kritisiert Vorbröker "amerikanische Uniformteile, mit Totenköpfen bedruckte Kleidungsstücke, klingelnde Telefone, in die Umgebung pinkelnde oder sich amüsierende Teilnehmer" in den eigenen Reihen. Dies sollte einer "kameradschaftlichen Kritik" unterzogen werden.
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