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03.07.2003
Mord an zwei Köchen - Ex-Skinhead aus Mecklenburg-Vorpommern vor Gericht
Landshut/Schwerin (ddp) Für die Tötung zweier Köche sowie zwei versuchte Tötungen muss sich seit gestern ein 21-Jähriger vor dem Landgericht im bayerischen Landshut verantworten. Laut Staatsanwaltschaft erstach der ehemalige Skinhead aus Mecklenburg-Vorpommern die beiden 19 und 24 Jahre alten Köche, weil er sich von ihnen beleidigt fühlte. Der 20-Jährige hatte seine Opfer im Oktober vergangenen Jahres nachts in einer Tankstelle kennen gelernt. In der Wohnung des 24-Jährigen gerieten die drei Männer dann wegen der Herstellung einer Haschischpfeife in Streit.
Daraufhin stach der Angeklagte der Anklage zufolge mit einem Messer den 19-Jährigen nieder. Um diese Tat zu verdecken, habe er dann auch dessen Freund getötet. Insgesamt zählten die Rechtsmediziner in der Leiche des Jüngeren acht und in dem Körper des Älteren sogar 47 Einstiche. Drei Wochen später schlug der 21-Jährige in der Untersuchungshaft nach einem Hofgang mit zwei Steinen auf einen Aufsichtsbeamten ein, um seine Verlegung in die Psychiatrie zu erreichen.
In dem Prozess wird außerdem eine weitere Anklage wegen versuchten Totschlags der Staatsanwaltschaft Schwerin mitverhandelt. Laut Anklage soll der Gelegenheitsarbeiter im September 2000 einen Mann mit einer Schere attackiert haben, nachdem dieser ihm Geld für Sex angeboten hatte.
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ist der 21-Jährige als allgemein gefährlich einzustufen. In der Wohnung des 21-Jährigen entdeckte die Polizei zahlreiche Gewaltvideos und Gewalt verherrlichende Computerspiele.
Ostseezeitung
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