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02.07.2003
Ermittlungen gegen 60 rechte Gewalttäter

Schwerin (dpa) Nach einer Serie von Gewalttaten ermittelt die Polizei in M-V gegen eine etwa 60-köpfige Gruppierung aus der rechtsextremistischen Szene. Im Zuge der Ermittlungen wurde jetzt ein mutmaßlicher Schläger gefasst, teilte die Schweriner Staatsanwaltschaft gestern mit.

Der 24-Jährige soll einem Familienvater in Krembz (Nordwestmecklenburg), der seinen minderjährigen Sohn vor Angriffen schützen wollte, eine Bierflasche auf dem Kopf zerschlagen haben. Der Tatverdächtige aus Gadebusch sei in Untersuchungshaft genommen worden, hieß es.

An den Ermittlungen gegen die Gruppierung, die für eine Reihe von brutalen Übergriffen auf Passanten in Schönberg, Sternberg und Ludwigslust verantwortlich gemacht wird, ist auch der Staatsschutz beteiligt. Außerdem wurde ein Sonderermittler eingesetzt.

In der Vorwoche hatte es drei Festnahmen gegeben. Die Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren gehören nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft der gewaltbereiten rechtsextremistischen Szene an. Der Schläger sei einschlägig vorbestraft. Ihm wird gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Das Amtsgericht Grevesmühlen hat am 19. Juni Haftbefehl erlassen.

Der geschädigte Vater war eingeschritten, nachdem der Mann dem Kind auf einem Sportplatz einen Pappteller mit Essensresten ins Gesicht gedrückt hatte.

Ostseezeitung

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