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Wolgast wappnet sich gegen Neonazi-Konzerte
02.02.2010
Wolgast (sd). Die Stadt Wolgast will eine Art Frühwarnsystem installieren, um getarnte Veranstaltungen von Rechtsextremisten zu verhindern; das kündigte Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos) gestern Abend vor der Stadtvertretung an. Damit soll vorgebeugt werden, dass wie im Greifswalder Jugendzentrum "Klex" geschehen unbemerkt Neonazi-Konzerte über die Bühne gehen können; dort waren die Räume für eine Feier am 27. Dezember einem bislang nicht einschlägig in Erscheinung getretenen Mieter überlassen worden. Wie erst später bekannt wurde, spielten dort aber die Neonazi-Bands "Tätervolk" und "Wiege des Schicksals".
Nach Worten Weiglers haben auch in Wolgast "explizit Gewerbetreibende" bereits Mietanfragen von Rechtsextremisten erhalten. Außerdem habe die Stadtverwaltung vom Innenministerium die Warnung erhalten, dass sich deutsche wie schwedische Neonazi-Gruppen in der Region auszubreiten versuchen. Man erarbeite nun eine Liste potenzieller Veranstaltungsräume in Wolgast - und zwar in öffentlicher wie Vereins-Trägerschaft; bei Mietanfragen wolle man dann mit der Gruppe "Mobile Aufklärung Extremismus" (MAEX) der Polizei die Interessenten "durchleuchten".
Nordkurier-Anklam
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