|
::Features::
::Suche::
|
|
Pastörs: "Vernichtung des jüdischen Bolschewismus" eine gute Idee
29.01.2010
Wegen seiner ausdrücklichen Befürwortung nationalsozialistischer Kriegsziele ist der Vorsitzende der NPD-Fraktion im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, von der Sitzung ausgeschlossen worden. Einen Tag nach einer Holocaust-Gedenkfeier des Parlaments, dem die sechs NPD-Abgeordneten ferngeblieben waren, hatte die Partei einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge in einem Antrag die Errichtung eines Denkmals für die Opfer des 1945 untergegangenen deutschen Flüchtlingsschiffes "Wilhelm Gustloff" gefordert. In der Debatte sorgte Pastörs dann für den Eklat. SPD-Fraktionschef Norbert Nieszery warf der NPD dem Bericht zufolge vor, das Leid dieser Menschen für ihre Propaganda missbrauchen zu wollen. Er erinnerte an die Ursachen der Tragödie, als das mit mehr als 9000 Flüchtlingen besetzte Schiff am 30. Januar 1945 von der Sowjet-Marine in der Ostsee versenkt wurde. "Sie liegen, Herr Pastörs, im Größenwahn eines diktatorischen Regimes", sagte Nieszery laut Abendblatt weiter. Als Hitlers Ziele nannte er: "1. Die Vormachtstellung der sogenannten "arischen Rasse" sichern. 2. Lebensraum im Osten erobern. 3. Vernichtung des "jüdischen Bolschewismus"." Darauf entgegnete Pastörs nach Angaben von Ohrenzeugen: "Das war doch eine gute Idee, das letzte."
Parlamentspräsidentin Sylvia Bretschneider verwies Pastörs dem Bericht zufolge erst nach dem Ende von Nieszerys Rede des Saales. "Ich wollte, dass Sie sich alles anhören", begründete sie die Verzögerung. Mit einer Änderung der Geschäftsordnung hatte der Landtag kurz zuvor erweiterte Sanktionsmöglichkeiten bei Ordnungsverstößen beschlossen. Der Parlamentspräsident kann laut Abendblatt einem Redner im Plenum nunmehr bei "gröblicher Verletzung der Ordnung" sofort das Wort entziehen. Bislang war dies nur nach drei Ordnungsrufen möglich. Auch der Ausschluss von laufenden Sitzungen ist nach der neuen Geschäftsordnung sofort möglich. Davon machte Bretschneider nun erstmals Gebrauch. Vor allem NPD-Abgeordnete waren in der Vergangenheit immer wieder vom Präsidium zur Ordnung gerufen und in Einzelfällen wegen fortgesetzter Provokationen auch des Saales verwiesen worden.
Dokumentation von Pastörs-Rede: "Wir wollen den Maximalschaden des Parteienstaats"
Pastörs sorgte bereits mehrfach durch neonazistische Hetzreden für Aufsehen. Im vergangenen Jahr wütete er bei einer Rede im Saarland und drohte der "Judenrepublik" mit Angriff. Wegen der Rede wurde gegen den NPD-Funktionär ermittelt, der Landtag hob auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Immunität auf. Übrigens verwenden Neonazis bei ihren Hasstiraden Begriffe wie "kastriert" oder "Samenkanonen". Freud lässt grüßen.
npd-blog
|
|
|
::Action::
Kudde und die Kudders + Vietsmorgen
Konzert
11.02., Tikozigalpa Wismar
Das Gutscheinsystem als Repressionsmittel gegen Flüchtlinge
Infoveranstaltung
23.02., Peter-Weiss-Haus Rostock
alle Termine
alle Presseartikel
::Presse::
10.02.2012 [SVZ]
Rechtsextreme hetzen Ex-Kameraden / Rechte Internetseite stellt Ex-Kameraden an den Pranger
10.02.2012 [NK]
Die Spur der Steine kommt im April nach Neustrelitz / Zehn Erinnerungsträger, die von der Grausamkeit des Nationalsozialismus zeugen, sollen aufgestellt werden.
09.02.2012 [OZ]
Syrer droht Abschiebung aus MV / Ludwigslust Ein syrischer Top-Ingenieur soll abgeschoben werden, obwohl ihn ein Konzern einstellen will.
09.02.2012 [NK]
Kommunalpolitiker auf Suche nach dem richtigen Maß / Stadtvertreter diskutieren den Umgang mit NPD-Wahlplakaten
07.02.2012 [OZ]
Polizei verhindert Nazi-Rock im Schweinestall / Zwei Funktionäre der NPD hätten das Gebäude zwischen Viereck und Pasewalk gemietet
06.02.2012 [NK]
SPD-Ratsherr startet Initiative gegen "Fight Night" / Rüdiger Bretschneider will Gewaltverherrlichung und Extremismus künftig keinen öffentlichen Raum mehr in der Stadt bieten. Deshalb möchte er auch die "Fight Night" verbieten lassen.
04.02.2012 [NK]
TSV schafft Regeln gegen rechte Sportler / Der älteste Sportverein Deutschlands aus Friedland hat sich mit einer geänderten Satzung ganz klar gegen Rechtsextremisten in den eigenen Reihen ausgesprochen.
04.02.2012 [OZ]
Suche nach dem Motiv blieb ergebnislos / Prozess gegen den Vize-Bürgermeister wegen "Heil-Hitler"-Ruf endet mit Freispruch.
alle Presseartikel
|