links-lang fetzt!

::Features::

Link: Kampagne Rassismus tötet - Zur Erinnerung an die Pogrome vor 20 Jahren Link: Linke Zeitschrift Strassen aus Zucker Link: Jungle World

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

65 Jahre Auschwitz-Befreiung

Landtag in Schwerin gedenkt Opfern der NS-Zeit

28.01.2010

65 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat der Landtag am Mittwoch in Schwerin der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) sagte in ihrer Rede, der 27. Januar stehe für die nachdrückliche Forderung an jedermann, dafür Sorge zu tragen, dass sich die Vergangenheit und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht wiederholen. Der Tag sei Forderung und Mahnung zugleich, wachsam zu sein und Angriffe auf die Grundlagen der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft rechtzeitig abzuwehren und gar nicht erst aufkeimen zu lassen. An erster Stelle stehe dabei die Unantastbarkeit der Menschenwürde, so Bretschneider.

Bretschneider: Das Geschehene nicht vergessen

Die SPD-Politikerin rief dazu auf, das in der Zeit des Nationalsozialismus Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es sei eine erschreckende Erkenntnis, dass immer weniger Menschen über die NS-Zeit und den Holocaust Bescheid wüssten oder sogar bewusst nichts darüber wissen wollten. Bretschneider bezeichnete es als beschämend, dass ausgerechnet in Deutschland antisemitische, rassistische und undemokratische Entwicklungen wieder Raum gefunden hätten. Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich auch der Landtag in Schwerin mit diesen Tendenzen auseinandersetzen müsse. Im Landesparlament ist seit 2006 die rechtsextreme NPD vertreten. Die sechs Abgeordneten der NPD-Fraktion waren der Gedenkveranstaltung ferngeblieben.

Bewegende Erfahrungen einer Überlebenden

Ehrengast der Gedenkstunde im Schweriner Schloss war die Pianistin und Musik-Professorin Anna Hanusova-Flachova aus Tschechien. Sie überlebte den Holocaust als Kind im Konzentrationslager Theresienstadt. Bis zu ihrem zehnten Geburtstag 1940 sei sie "in Glück und Liebe aufgewachsen", sagte sie. Doch dann habe sie den Judenstern tragen müssen. Freunde, mit denen sie immer gespielt habe, hätten sich abgewandt und hätten sie plötzlich schikaniert. "Es waren nicht alle. Aber es waren viele." Die Fürsorge der anderen Lagerinsassen und die Liebe zur Musik habe sie überleben lassen. Viele ihrer Freunde seien der Nazi-Barbarei aber zum Opfer gefallen. Doch habe sie keinen Hass entwickelt. "Hass, das haben wir begriffen, ist eine Krankheit."

Diese Erfahrungen gelte es auch immer wieder, jungen Leuten zu vermitteln, um ihnen die Folgen von Intoleranz und Fremdenhass deutlich zu machen. "Wer die Augen vor der Vergangenheit verschließt, wird blind für die Gegenwart", sagte Hanusova-Flachova. "Wer sich der Vergangenheit, der Unmenschlichkeit und des Völkermordes nicht erinnern will, der verliert jeden Anspruch darauf, die Gegenwart mitgestalten zu dürfen."

Weitere Gedenkveranstaltungen im Land

Landesweit gab es zum Holocaust-Gedenktag mehrere Veranstaltungen. In Schwerin wurde an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie erinnert. Bis zu 1.000 Männer, Frauen und Kinder haben zwischen 1939 und 1945 allein in der Schweriner Psychiatrie den Tod gefunden. Daran erinnert seit 2008 ein Mahnmal. In Neustrelitz ist die Ausstellung "Ein beschwerlicher Weg" mit Arbeiten von Samuel Bak zu sehen. Der Maler, der 1933 in Litauen geboren wurde und heute in Israel lebt, ist Überlebender des Holocaust. Gedenkveranstaltungen gab es zudem in Greifswald, Wismar und Barth.

Der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 war 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" erklärt worden. Allein in Auschwitz wurden 1,1 Millionen Menschen ermordet.

NDR

::Action::

Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

The Baboon Show
Konzert
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

24.05.2012 [OZ]
Grüne: Kreistag soll Zeichen gegen Rechts setzen / Gremium soll Demokratieverein beitreten. Andere Fraktionen sind skeptisch.

22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

alle Presseartikel