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Projekt widmet sich den Gedenkstätten
12.01.2010
Von Fred Lucius
Strasburg. Wenn es nach dem Wunsch von Strasburgs Bürgermeister Norbert Raulin geht, dann soll das Projekt "Denkmäler der Stadt" keine Eintagsfliege bleiben. "Gedenkstätten sind wichtig für eine Stadt. Sie erfüllen viele Funktionen. Wir sollten aus dem Projekt eine Tradition werden lassen", meinte Raulin. In das Strasburger Rathaus waren fünf Zehntklässler der Regionalen Schule sowie Schulsozialarbeiterin Bärbel Lunow und Geschichtslehrer Klaus Kanetzky gekommen, um Ergebnisse des Projektes vorzustellen. Absolviert wurde es innerhalb des Wahlpflicht-Unterrichts Geschichte. Eine Vereinbarung zwischen der Stiftung Demokratische Jugend (Berlin) und dem Kreisverband der AWO ermöglichte schließlich die Durchführung.
Während sich die Schüler der zehnten Klasse dem Denkmal der Weinenden Mutter auf dem alten Friedhof widmeten, beschäftigten sich Jugendliche der neunten Klasse mit der Friedenstaube. Inhalte des Projektes waren unter anderem grundsätzliche und spezielle Recherchen zu den Denkmälern, die Gestaltung des Umfeldes und die Erstellung einer Dokumentation. Fachliche Beratung zu Bepflanzungen kamen von Nagels Grünmarkt. "Zum Anfang gab es schon Diskussionen, ob die Pflege nicht Ein-Euro-Jobber übernehmen können", berichtet Klaus Kanetzky. Als die Schüler schließlich verinnerlicht hätten, worum es geht, seien sie kreativ und mit Initiative an das Projekt heran gegangen. "Beim großen Arbeitseinsatz bei der Weinenden Mutter war sich keiner zu schade, mit anzupacken. Mit Fleiß und Engagement waren alle dabei", freut sich Schulsozialarbeiterin Bärbel Lunow.
Auch in der Schule gebe es Interesse, das Projekt fortzuführen. Bürgermeister Raulin kann sich vorstellen, sich mit den in der Stadt aufgestellten Gedenktafeln, aber auch mit dem jüdischen Friedhof zu beschäftigen. "Wer sich einmal mit einem Denkmal inhaltlich beschäftigt und dieses auch gepflegt hat, der wird von Vandalismus an solchen Gedenkstätten Abstand nehmen", ist Norbert Raulin überzeugt. Die Restarbeiten an den beiden Denkmälern sollen im kommenden Frühjahr erledigt werden. Als Dankeschön gab es für die Schüler einen Betrag für die Klassenkasse, der zur Finanzierung einer Fahrt beitragen soll. Mit Beginn des kommenden Schuljahres wollen Schulleitung und Stadt über eine Fortsetzung des Projektes beraten.
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