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24.06.2003
Anklams Bürgervorsteher mahnt zu mehr gegenseitiger Akzeptanz - Lehrkamp zieht Bilanz - "Keine bleibenden Schäden" nach Asyldebatte

Anklam (as). Der Anklamer Bürgervorsteher Karl-Dieter Lehrkamp (CDU) fordert von der Stadtverwaltung und den Abgeordneten mehr "gegenseitige Akzeptanz der Entscheidung des Einzelnen". Diese sei "die wichtigste Basis der Demokratie und ein Garant für den inneren Frieden im Parlament", erklärte der Parlaments-Chef in seinem alljährlichen Rechenschaftsbericht gegenüber den Stadtvertretern.

"Ein ständiges Untergraben und Aufweichen von einmal getroffenen Entscheidungen führt zu Stillstand und Misstrauen", sagte er. Dies war eine klare Anspielung Lehrkamps auf die Querelen der Vergangenheit. Mit der Amtseinführung von Michael Galander als Bürgermeister im Sommer 2002 hieß es eben "Abschiednehmen von vertrauten Umgangsformen und Einstellung auf die neuen Verhältnisse", so Lehrkamp.

Ausschussarbeit verbessert

"Der Umgang der Stadtvertreter untereinander ist geprägt von den jahrelangen Erfahrungen der tragenden Säulen des Parlaments", sagte der Bürgervorsteher. Dies sei seiner Meinung nach kein Nachteil. Die Ausschussarbeit habe sich verbessert, sie sei effektiver geworden. Es liege aber in der Natur der Sache und auch bei den handelnden Personen, wie die Arbeit erledigt werde. "Da ist natürlich - wertfrei gesehen - ein Unterschied zwischen dem Finanzausschuss und dem Kulturausschuss", meinte er.

Die fraktionsübergreifende Tätigkeit hinter den Kulissen funktioniere, konstatierte er. "Auch als vor einigen Wochen im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Asylbewerberheims die Emotionen sehr hoch geschlagen sind, sind mir bisher keine bleibenden Schäden bekannt geworden", sagte Lehrkamp.

Der Bürgervorsteher sprach auch über die Probleme der Anklamer Einwohner, die diese an ihn herantragen und um Hilfe bei deren Beilegung bitten. Dabei gehe es fast ausschließlich um die Folgen von Verwaltungsentscheidungen. Lehrkamp sprach an, dass aber auch jeder andere Stadtvertreter ein Ohr für die Sorgen der Bürger habe. Um diese Arbeit zu verbessern, schlug er vor, im Amtsblatt "Anklamer Stadtkurier" regelmäßig die Namen und Adressen der Abgeordneten zu veröffentlichen.

Nordkurier-Anklam

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