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21.06.2003
Backhaus: Tausende Sozialdemokraten verfolgt - SPD erinnerte in Rostock an ihr Verbot 1933 durch die Nazis
Rostock (OZ/je) Mit einer Gedenkveranstaltung in Rostock erinnerte die SPD gestern an den 70. Jahrestag ihres Verbots durch die Nationalsozialisten am 22. Juni 1933. SPD-Landesvorsitzender Till Backhaus schilderte im Festvortrag, wie die Partei 1933 zerschlagen, die Mandate konfisziert und das Eigentum beschlagnahmt wurde. Am gleichen Tag als NS-Innenminister Wilhelm Frick das formale Verbot verkündete, wurde der erste sozialdemokratische Ministerpräsident (1921 - 1924) von Mecklenburg-Schwerin, Johannes Stelling, in Berlin von SA-Schlägern verschleppt und zu Tode gequält. Backhaus verwies auf Tausende SPD-Mitglieder, die in der NS-Zeit aber auch vom SED-Regime verfolgt wurden und zum Teil mit ihrem Leben für ihre Überzeugungen büßten. Seit 1989, so Backhaus, habe die SPD großen Anteil an der politischen Neugestaltung in M-V.
Rechtsanwalt Peter Schulz sagte, die Sozialdemokraten hätten durch ihr tapferes Verhalten während der Nazi-Zeit in Deutschland und in der Emigration dazu beigetragen, dass nach dem Ende der Diktatur die Demokratie in Deutschland wieder eine Chance erhielt.
Ostseezeitung
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