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17.06.2003
Landeskriminalamt sucht Brandstifter - Missglückter Anschlag auf Autos der Bundeswehr in Schwerin von "Kämpfender Brigade Wolfgang Grams"
Schwerin (EB/dpa) Nach dem fehlgeschlagenen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge im Kreiswehrersatzamt Schwerin hat die Polizei noch keine heiße Spur. Wie der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), Olaf Jasmund, gestern mitteilte, wird eine linksextremistische Gruppe hinter der Tat vermutet. Diese hatte in der Nacht zum 11. Juni versucht, mehrere Fahrzeuge Am Franzosenweg in Brand zu setzen.
Zu diesem Vorfall ging ein Schreiben einer linksextremistischen Gruppierung bei der Kreisredeaktion Parchim unserer Zeitung ein. Darin übernahm eine "Kämpfende Brigade Wolfgang Grams" die Verantwortung. Der RAF-Terrorist soll sich nach einer missglückten Festnahme im Sommer 1993 in Bad Kleinen erschossen haben.
Erst nach Bekanntwerden des Schreibens waren die Brandspuren an den Fahrzeugen bemerkt worden. Nach Angaben des LKA sollten die Reifen mit Hilfe einer brennbaren Flüssigkeit entzündet werden. Schaden war jedoch nicht entstanden.
Mit einer Neuformierung eines Ablegers der terroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) werde nicht gerechnet, so Jasmund. Die RAF hatte im Jahr 1998 ihre Selbstauflösung bekannt gegeben.
Eine "Kämpfenden Brigade Wolfgang Grams" sei außerhalb von MV nicht in Erscheinung getreten. Eine Gruppierung gleichen Namens hatte sich im September 2002 zu einem Anschlag auf Autos der Bereitschaftspolizei in Schwerin bekannt. Das LKA geht davon aus, dass beide Brandattacken von den selben Tätern begangenen wurden. Die Machart der Anschläge und der Bekennerschreiben sei sehr ähnlich, sagte Jasmund.
LKA bittet um Mithilfe
Alle kriminalistischen und kriminaltechnischen Ermittlungen, zu dem o. g. Sachverhalt, ergaben keine Hinweise auf die bzw. den Täter. Aus diesem Grund wendet sich das Landeskriminalamt (LKA) an die Bevölkerung, mit der Bitte um Hinweise zu Personen, die sich auffällig verhalten haben, oder zu Fahrzeugen, die einen Verdacht im Zusammenhang mit dem Anschlag in der Nacht zum 11. Juni 2003 begründen.
Schweriner Volkszeitung
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