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17.06.2003
Verdächtigter Neonazi-Schläger weiter auf der Flucht - Hubschrauber-Einsatz nach Überfall auf KuT in Gadebusch blieb ergebnislos
Gadebusch. Noch immer hat die Polizei den ihr namentlich bekannten 24-jährigen Gadebuscher nicht gefasst, der am Wochenende auf zwei Personen eingeprügelt hat.
Ausgangspunkt war die Nacht zum Sonnabend, Ort der Volkspark 7a, erklärte gestern Pressesprecher Klaus Wiechmann. Das ist das Domizil des Vereins für Kultur und Toleranz (KuT), und etwa zehn Jugendliche saßen dort beisammen. Doch die Nacht endete für die wohl dem linken Spektrum zuzuordnenden Jugendlich nicht so friedlich, wie sie begann. Nach Mitternacht rückten laut Wiechmann etwa genauso viele rechtsgerichtete Jugendliche aus Richtung Bahnhof an. Der verbalen folgte schnell eine handgreifliche Auseinandersetzung. Der einschlägig bekannte 24-Jährige schlug vermutlich mit einem Gegenstand auf einen 18-Jährigen aus dem KuT ein.
"Rache", mutmaßte Wiechmann. Die Fakten sprechen dafür: Vor kurzem hatte der 18-Jährige vor Gericht gegen den Angreifer ausgesagt. Jetzt setzte es wohl dafür Schläge. Mit drei Pkw verschwanden die Unruhestifter. Die Jugendlichen im KuT verständigten Polizei und einen Arzt, denn das Opfer musste behandelt werden.
Kurz darauf stoppten die Beamten zwei Pkw, etwas später den dritten Wagen in Schwerin. In den Fahrzeugen wurden Schlag- und Stichwaffen sicher gestellt. Der mutmaßliche Täter konnte im Schutze der Dunkelheit flüchten.
Für erneute Aufruhe sorgte er nur wenige Stunden später in Krembz. Dort schlug er laut Wiechmann scheinbar grundlos einen 42-Jährigen nieder und fuhr davon. Da ein Hubschrauber in der Nähe war, wurde er nach Gadebusch geschickt, wo er zwar minutenlang über der Stadt schwebte, den Kollegen, die mit mehreren Streifenwagen sowie einem Diensthund ebenfalls vor Ort waren, jedoch nicht helfen konnte. Die Suche wird laut Wiechmann fortgesetzt.
Schweriner Volkszeitung-Gadebusch
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