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17.06.2003
Rostocker Jugendamt ruderte zurück - RAA soll doch wieder Geld von der Hansestadt bekommen
Östliche Altstadt (OZ) Preise können manchmal Wunder bewirken: Die Regionale Arbeitsstelle für Jugendhilfe und Schule (RAA) wird voraussichtlich doch wieder Geld von der Hansestadt Rostock bekommen. Ende Mai war der Verein vom Bundesinnenminister für seine Arbeit ausgezeichnet worden, kurz zuvor überreichte Otto Schily (SPD) einen Preis an RAA-Mitarbeiter für einen Videofilm zum Thema Ausländerfeindlichkeit.
Pikanterweise stand der Verein zu diesem Zeitpunkt vor dem Aus: Das Jugendamt hatte die weitere Förderung abgelehnt. Jetzt will die Stadt weiter fördern, so das Ergebnis eines Treffens von RAA-Koordinatorin Jana Hoffmann, Jugendamtsleiter Georg Horcher und Jugendsenatorin Ida Schillen (parteilos). Die Initiative ging von der Stadt aus: "Ida Schillen machte uns ein Gesprächsangebot", sagt Jana Hoffmann.
Bisher gibt es lediglich eine mündliche Zusage. "Wir haben noch nichts in der Hand", so die Koordinatorin, "Frau Schillen hat uns aber ihr Wort gegeben." Der Verein ist dringend auf das Geld von der Stadt angewiesen für Miete und Personalkosten. Jana Hoffmann ist hauptamtlich tätig. "Zu 100 Prozent mit Ehrenamtlichen zu arbeiten, ist nicht möglich."
RAA bietet unter anderem Schulungen und Kurse für Immigrantenkinder an, mit dem Ziel einer besseren Integration. Von Lehrern werden die Mitarbeiter zur Hilfe gerufen, wenn an einer Schule Probleme mit Rechtsextremismus auftreten. Die Auszeichnungen
haben den Verein erstmal gerettet. Jana Hoffmann: "Wir haben massig Glückwünsche bekommen. Das macht Mut, weiterzumachen."
Ostseezeitung-Rostock
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