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11.06.2003
Land entscheidet: Asylbewerberheim zieht nach Altstrelitz - Neustrelitzer Landrätin enttäuscht über Ablehnung anderer Unterbringung
Neustrelitz (kv). Das Land hat eine Investitions- und damit auch eine Standortentscheidung zur Asylbewerberunterbringung in Neustrelitz getroffen. Wie es aus dem Schweriner Innenministerium hieß, ist als zentrale Unterkunft das ehemalige Internat der Landesfinanzschule an der Hittenkofer Straße mit einer Kapazität von 145 Plätzen vorgesehen. Der Umzug der 112 Bewohner des Containerstandortes Penzliner Straße findet zum Herbst statt. Die ersten Investitionskosten in der Hittenkofer Straße belaufen sich auf etwa 134 000 Euro. Landrätin Kathrin Knuth (CDU) äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung. "Innenminister Timm teilte mir gegenüber mit, dass sich das Land vor allem aus finanziellen Gründen für seine Liegenschaft entschied. Unsere nahezu sechsmonatige Vorarbeit für die Einrichtung einer Unterkunft an der Tiergartenstraße ist somit nicht zum Tragen gekommen." Unter dem Blickwinkel zurückgehender Schülerzahlen und der angestrebten Nachnutzung einer kreislichen Liegenschaft an der Tiergartenstraße favorisierte die Kreisverwaltung das jetzt noch als Internat genutzte Gebäude unweit des Tiergartens. Mit einem im Vergleich zur Landesvariante in etwa äquivalenten Kostenvolumen sollte diese für die Unterbringung der Asylbewerber hergerichtet werden.
Seitens des Landkreises wurde bei der Stadt Neustrelitz dazu im Frühjahr ein Antrag auf Nutzungsänderung gestellt. Ende Mai hatten Berufsschüler, die dort untergebracht sind, ihre Internatskündigung zum Schuljahresende erhalten.
Nordkurier-Neustrelitz
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