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03.06.2003
Priorität für Wehrmachtsausstellung auf Usedom - Bundesgrenzschutz bildet gemeinsamen Abschnitt mit Polizei in Karlshagen
Ostvorpommern/Insel Usedom (ure). Der Bundesgrenzschutz (BGS) räumt der Sicherung der vom 24. Juni bis 7. September in Peenemünde geplanten Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" in dieser Saison "absolute Priorität" ein. Das sagte gestern ein BGS-Beamter während der turnusmäßigen Sitzung des Saisonbeirates der drei Kaiserbäder in Ahlbeck. Gemeinsam mit der Landespolizei werde man einen Abschnitt in Karlshagen einrichten.
Wie berichtet, haben diverse rechtsgerichtete Gruppen Proteste gegen die Ausstellung angekündigt. Auch jetzt seien wieder Aufkleber einschlägigen Inhalts gefunden worden, hieß es.
Zeltplätze im Visier
Man werde alles tun, um zu verhindern, dass Usedom als "braune Insel" Schlagzeilen mache, meinte der Beamte. Deshalb stehe Prävention ganz oben auf der Liste der geplanten Maßnahmen.
Besonders intensiv wolle man auch den Norden der Insel Usedom beobachten. Unter anderem gehe es darum, illegale Zeltplätze
aufzuspüren.
Bekanntlich ist für den 26. Juli eine Demonstration rechter Kreise gegen die Ausstellung in Wolgast angemeldet. Während in der Szene diese Kundgebung als Konkurrenz für eine am 2. August in Peenemünde geplante Demonstration gebrandmarkt wird, soll am 1. August in Karlshagen eine Kulturveranstaltung gegen Rechts stattfinden.
Nordkurier-Anklam
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