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02.06.2003
Symbolischer Kehraus auf dem Uni-Platz - Rostocker protestierten gegen rechte Gesinnung
Rostock (OZ) Eckard Reschke hatte sein Ziel erreicht. Er sorgte für Aufmerksamkeit, zog die Blicke auf sich, animierte zum Nachdenken. Als die 83-köpfige Gruppe demonstrierender Rechtsextremisten nach ihrer Kundgebung den Universitätsplatz Sonnabend verließ, stapfte das Mitglied des Friedensbündnisses als Kammerjäger verkleidet, über den Asphalt der Kröpi. Er wollte jene Abneigung gegen das braune Gedankengut symbolisieren, welche auch gut eine Stunde später beim "bunten Kehrhaus" zu Tage trat. Reschke erntete minutenlangen Applaus.
Gut 30 Menschen zogen, ausgestattet mit Besen, von der Marienkirche über die Kröpeliner Straße zum Uni-Platz. "Damit haben wir gezeigt, dass diese menschenverachtenden Ideologien in unserer Stadt keinerlei Chance haben", sagte Katrin Schankin, die Vereinsvorsitzende von "Bunt statt braun." Eckard Reschke hätte sich indes über eine höhere Beteiligung des Gegen-Protestes gefreut.
Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen verschaffte sich eine größere Gruppe von Rechtsextremisten in der Innenstadt Gehör. Alles in allem verlief die Aktion friedlich, wie Polizeidirektor Knut Abramowski bilanzierte. 21 Platzverweise wurden durch die Polizei ausgesprochen. Eine Person wurde wegen wiederholter Nichtbefolgung des Platzverweises in Gewahrsam genommen. Festnahmen im Zusammenhang mit dem Demonstrations-Geschehen gab es nicht.
Ostseezeitung-Rostock
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02.06.2003
Demonstration verlief gewaltfrei - Polizei: Konzept ist aufgegangen
Das Konzept von Knut Abramowski, Leitender Polizeidirektor, ist aufgegangen: Die Demonstration des rechten Spektrums am Sonnabend verlief friedlich und gewaltfrei, die Beeinträchtigungen der Innnenstadtbesucher wurden so gering wie möglich gehalten. Das teilte gestern Poilizeisprecherin Yvonne Burand mit. Die verschiedenen Gegenaktionen zählten etwa 280 Teilnehmer. Es wurden 21 Platzverweise ausgesprochen; eine Person wurde wegen wiederholten Verstoßes gegen das Platzverbot in Gewahrsam genommen.
Kurz nach 14.00 Uhr waren 83 Demonstranten aus der rechten Szene auf den Uni-Platz aufmarschiert. Sie führten ein Transparent mit der Losung "Wer mit der Lüge lebt, hat die Wahrheit zu fürchten" mit sich. Die Ansprachen waren kaum zu verstehen, weil die Redner förmlich in das Mikrofon schrien. Unterschiedlich waren die Reaktionen der Zaungäste. Laute Buh-Rufe und starkes Pfeifkonzert auf der einen Seite, aber auch Beifallsbekundungen einiger weniger auf der anderen Seite. Nach knappen 30 Minuten löste sich der Aufmarsch wieder auf. Beifall bekam dann noch ein Demonstrant, der in einem Schutzanzug mit einem Wassersprühgerät die Veranstaltungsfläche "säuberte". Schließlich trug er auf seinem Overall die Aufschrift: "Entsorgung der Braunfäule".
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