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02.06.2003
"Erinnerungshütte" am Weg nach Drewin - Ort des Gedenkens an den Todesmarsch 1945 in Mecklenburg-Strelitz

Drewin (nie). Unmittelbar am Weg von der Bundesstraße 96 nach Drewin steht eine ärmliche Hütte, die man sich aber dennoch ansehen sollte. Es handelt sich um die "Erinnerungshütte Drewin". Sie soll ein Ort des Gedenkens für die Frauen sein, die im April 1945 während des Todesmarsches aus dem Konzentrationslager Ravensbrück in Nordbrandenburg dort vorbei getrieben wurden.

Die Drewiner Hütte markiert den Beginn des "Weges der Erinnerung" von Drewin nach Bärenbruch. Gestaltet wurde dieser Weg von Kindern und Jugendlichen des Vereins "Gemeinsam" aus dem Landkreis Oberhavel (Land Brandenburg). In der Hütte sind armselige Dinge ausgestellt, wie sie die Frauen im April 1945 hatten: Holzpantinen, verschlissene Pantoffeln, zerrissene Lumpen. Fotos und Worte von Anne Frank sollen ein wenig die Atmosphäre des Todesmarsches widerspiegeln. Vor der Hütte befinden sich eine Bank und ein Tisch. Dort kann man sich auf einer ganzen Anzahl gebundener, laminierter Blätter über die Leiden und den Tod im April 1945 informieren.

Mit den Todesmärschen hatte das NS-Regime in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs angesichts der unausweichlichen militärischen Niederlage die meisten Konzentrationslager evakuieren lassen, um die Befreiung durch alliierte Streitkräfte zu verhindern. Dabei soll jeder dritte der etwa 700 000 betroffenen KZ-Häftlinge umgekommen sein.

Nordkurier-Neustrelitz

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