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31.05.2003
Bunt statt braun: Kehraus mit Musik - Reaktion auf Marsch der Rechtsextremen

Heute wird die Rostocker Innenstadt zum vierten Mal innerhalb von fünf Wochen von einem Aufmarsch angereister Rechtsextremer heimgesucht. Die Vereinsvorsitzende von Bunt statt braun, Katrin Schankin, ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt dazu auf, wieder Flagge zu zeigen und den Aufmarsch nicht unkommentiert passieren zu lassen. "Kehren wir gemeinsam am Universitätsplatz symbolisch das braune Gedankengut aus!"

Treffpunkt für den großen Kehraus ist 15.00 Uhr in der Marienkirche. Pastor Langer wird die Versammelten begrüßen, und nach einem Gedankenaustausch zum Anlass und einer kleinen Erfrischung wird der tatkräftige Kehraus-Umzug zum Universitätsplatz ziehen.

Alle sind gebeten, einen Besen, Feger und sonstigen Reiniger sowie gern auch Rasseln oder andere Musikinstrumente mitzubringen, da es sich mit Musik bekanntlich viel besser fegen lässt. Schankin hierzu: "Lasst uns die Besen schwingen und der rechtsextremistischen Ideologie damit eine Absage erteilen!"

In Ergänzung zum bunten Kehraus startet Bunt statt braun eine Verleih-Aktion von Fahnen verschiedener Größe und sportlicher Leibchen. Sie sind mit dem bunten Schmetterling bedruckt, der die Idee "Bunt statt braun" verkörpert. Katrin Schankin: "Wir möchten mit dem Verleih der Materialien die Bürger darin unterstützen, ihre persönlichen Ablehnung des rechtsextremistischen Gedankengutes mit bunten Farben zum Ausdruck zu bringen." Auch Plakate mit der Aufschrift "Rostock gegen Rassismus und Gewalt" oder "Bunt statt braun. Rostock miteinander. Für eine friedliche, weltoffene und demokratische Gesellschaft" sowie Infos zum Weiterverteilen werden bei Bedarf vergeben. Die Geschäftsstelle von Bunt statt braun, Lange Straße 9 (Haus-eingang Storchenbar), ist heute von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet, Telefon 252 35 61.

Norddeutsche Neueste Nachrichten

31.05.2003
SPD ruft zur Teilnahmean Aktionen auf - Kreisverband verurteilt Provokation der Rechten

Den erneuten Aufmarsch von Rechtsradikalen heute in der Rostocker Innenstadt bezeichnet der SPD-Kreisvorstand als "wiederholte Provokation, mit der unsere Heimatstadt terrorisiert wird". Deshalb rufen die Sozialdemokraten alle Mitglieder und Sympathisanten auf, sich heute an den Aktionen der Demokraten zu beteiligen und zu zeigen, wer für das wahre Rostock stehe.

Gelegenheit dazu gibt es um 11.00 Uhr bei der Kundgebung gegen die Rechtsradikalen am Ospa-Zentrum im Friedhofsweg und ab 15.00 Uhr beim "Kehraus" von Bunt statt braun auf dem Universitätsplatz, mit dem das rechte Gedankengut symbolisch aus der Stadt gefegt wird. "Wir müssen gegen die unerwünschten braunen Besucher protestieren", heißt es in einer Mitteilung von SPD-Geschäftsführer Günther Pastow. Die SPD wolle den Marschierern zeigen, dass sie in Rostock nicht gern gesehen sind. Dass die Rechtsradikalen weder bei Rostockern noch Gästen der Stadt Anklang finden, hätten die vorangegangenen Demonstrationen gezeigt.

Norddeutsche Neueste Nachrichten

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