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07.05.2003
Weniger Straftaten im Nordwesten - Landkreis Nordwestmecklenburg am sichersten in M-V - Höchste Aufklärungsquote

Nordwestmecklenburg Wer hätte das gedacht: Der Landkreis Nordwestmecklenburg ist der sicherste in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik 2002 hervor. Quintessenz: Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen. Die Beamten registrierten aber eine Zunahme schwerer Fälle, in denen Menschen ausgeraubt oder verprügelt wurden.

Entsprechend der Häufigkeitszahlen (Anzahl der Fälle auf 100000 Einwohner) ist Nordwestmecklenburg vor Ostvorpommern und Demmin der sicherste Landkreis in M-V. Die Beamten registrierten in der Nordwest-Region im vergangenen Jahr insgesamt 8023Fälle, 2001 waren es noch 9675.

Aus der jetzt vorgelegten Statistik geht auch hervor, welches Kommissariat die höchste Aufklärungsquote hatte: Gadebusch. Die Beamten um Wolfgang Weidemann lösten fast zwei Drittel der Fälle. Sie sind damit führend in Westmecklenburg.

Zu ihren drei größten Fällen zählten im vergangenen Jahr die so genannte Schülerjagd durch Rehna im März, ein dreister Raubüberfall auf dem Gadebuscher Friedhof im April sowie ein brutaler nächtlicher Überfall auf ein Rehnaer Ehepaar im Mai (SVZ berichtete). "Alle gravierenden Straftaten wurden durch uns aufgeklärt - teilweise mit großem Aufwand. Das heißt: Zeitweise wurden Ermittlungsgruppen gebildet, die sich dann nur auf die Aufklärung solcher Fälle konzentrierten", sagte Weidemann.

Zahl schwerer Straftaten stieg weiter an

Insgesamt hatte es im Landkreis 1021 Rohheitsdelikte gegeben. "Damit haben wir fast wieder den Höchststand von 1997 erreicht. Damals waren es 1066 Fälle dieser Art", so Weidemann weiter.

Die Zahl politisch motivierter Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Gadebuscher Kripo bezifferte er auf zwei.

Die Kriminalitätsstatistik lässt übrigens auch einige Rückschlüsse auf die Tatverdächtigen zu. In 35,7 Prozent der Fälle handelte es sich um Jugendliche unter 21 Jahren, die ein "krummes Ding" gedreht hatten. Und zum Thema Ausländerkriminalität sei dies angefügt: Gerade einmal 5,6Prozent aller Tatverdächtigen waren Ausländer...

Michael Schmidt

Schweriner Volkszeitung-Sternberg

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