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06.05.2003
Protest gegen Heim in Wolgast relativiert - Deutlich weniger Unterschriften von Bürgerinitiative - Bürgermeister: Feld darf nicht Rechten überlassen werden
Wolgast (uq). Der angeblich so starke Widerstand der Wolgaster gegen die Einrichtung eines Asylbewerberheimes in der Stadt, der von einer Bürgerinitiative "Schöner wohnen in Wolgast" kanalisiert wird, hat sich deutlich relativiert. Wie Bürgermeister Jürgen Kanehl (SPD) während der gestrigen Stadtvertretersitzung informierte, seien von insgesamt 525 Unterschriften in den Listen der Initiative lediglich 335 nachweislich Wolgaster Bürgern zuzuordnen. Der Rest stamme entweder von außerhalb, habe doppelt unterschrieben oder sei überhaupt nicht zu identifizieren gewesen. Zugleich machte Kanehl darauf aufmerksam, dass die Bürger bereits im Einleitungstext zu der Unterschriftensammlung "massiv manipuliert" würden. So habe er nie eine dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern in Wolgast-Nord gefordert, sondern halte die derzeit favorisierte Variante, die Nutzung eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Peenewerft, ebenfalls für die vernünftigste Lösung. Der Verwaltungschef regte an, die genaue Sachlage noch einmal im "Stadtboten" klarzustellen, "um das Feld nicht den Rechten zu überlassen".
Nordkurier-Usedom
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