|
|
|
Presse-Schau
|
|
worüber wird in den Medien geschrieben?
|
|
zurück zu den News
|
|
26.04.2003
OB: Zeichen setzen gegen Rechts - Kundgebung an der Friedenseiche
Vor dem Hintergrund einer angekündigten Demonstration von Rechtsextremen ruft Oberbürgermeister Arno Pöker heute um 10.00 Uhr alle Rostocker zu einer Gegenkundgebung auf.
"Treten Sie für ein weltoffenes Rostock ein", appelliert Pöker an die Bürger seiner Stadt. Es müsse gezeigt werden, "dass rechtsradikales Gedankengut in unserer Hansestadt keinen Platz hat". Er forderte die Rostocker auf, sich 10.00 Uhr an der Friedenseiche am Rosengarten zu treffen, um ein Zeichen gegen den rechten Aufmarsch zu setzen. "Das politische Anliegen solcher Demonstrationen verurteilen wir aufs Schärfste. Die Stadtverwaltung hat jedoch keine Wahl, auch ungewollte Aufmärsche hinzunehmen", so Pöker.
Die Rostocker SPD hat sich dem Aufruf zur Mahnwache gegen die Rechtsradikalen angeschlossen. "Rostock ist eine weltoffene Stadt mit hanseatischer Tradition. Dieses Bild lassen wir uns nicht von einer verschwindenen Minderheit kaputt machen", so der Rostocker SPD-Geschäftsführer Günther Pastow.
Die Bürgerinitiative "Bunt statt braun" verurteilt die angemeldete Demonstration der Rechtsextremen ausdrücklich. Der Verein ruft die Rostocker ebenfalls auf, zahlreich auf der Gegenkundgebung zu erscheinen. "Wenn die gewählten Vertreter dieser Hansestadt keine Möglichkeit finden, die Demonstration zu verhindern, dann sind sie im Interesse dieser Stadt verpflichtet, die Position der Hansestadt zum bevorstehenden Aufmarsch öffentlich zu artikulieren", so die Vorsitzende Katrin Schankin.
Kritik in Richtung Stadt äußert der Einzelhandelsverband. In einer Mitteilung erklärt Landesgeschäftsführer Heinz Kopp "Befremden und Enttäuschung", dass die Stadt den "braunen Aufzug" nicht verbieten konnte.
Da es durch die Demonstrationen im Bereich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen kann, empfiehlt die Polizei den Autofahrern, die Innenstadt zu umfahren. Für eventuelle Fragen schaltet die Polizeidirektion Rostock ab 10.00 Uhr ein Bürgertelefon. Es ist unter 652652 zu erreichen. Die RSAG bittet, auf Durchsagen in Bussen, Straßenbahnen und im Radio zu achten.
Norddeutsche Neueste Nachrichten
|
|
26.04.2003
Initiativen rufen zu Aktionen auf - Bunte Zeichen gegen Neonazi-Aufmarsch
Stadtmitte (OZ) Bunt und friedlich soll Rostock heute ein Zeichen gegen den Zug der Neonazis in der Innenstadt und deren Kundgebung auf dem Universitätsplatz setzen. Dafür engagieren sich zum Beispiel das Rostocker Friedensbündnis, der Verein "Bunt statt Braun" und die Rostocker SPD. "Unsere Kundgebung auf dem Universitätsplatz wurde nicht genehmigt. Wir werden bis zur letzten Minute juristischen und politischen Druck ausüben", sagt Friderike Eckhoff vom Friedensbündnis. Ein Rechtsanwalt klagt im Auftrag des Friedensbündnisses, um den Aufmarsch der Rechtsextremen zu verhindern.
"Wir verurteilen die Demo der Rechtsextremen und unterstützen den juristischen Weg, fordern aber ausdrücklich nicht zur Gegendemo auf dem Uni-Platz auf", macht Maxi Malzahn, Vorstandsmitglied bei "Bunt statt Braun" deutlich. Vielmehr sollen möglichst viele Rostocker ab 10 Uhr an der Friedenseiche im Rosengarten ihr Engagement für Frieden und Demokratie beweisen. Dort wird im Gedenken an die Opfer der jüngsten Kriege musiziert und für den Wiederaufbau von Schulen im irakischen Nassirija gesammelt. Um 9.30 Uhr will der Vorstand von "Bunt statt Braun" die Skulpturen des Brunnens der Lebensfreude auf dem Uni-Platz umkleiden im Sinne der Idee des Vereins. Das mit bunten Plakaten bestückte Uni-Hauptgebäude soll die entsprechende Kulisse liefern. Togolesische Trommler sind ab 10.30 Uhr an der Marienkirche in Aktion. "Sie werden für den Frieden trommeln, bis die Glocken um 12 Uhr zum Gebet rufen", sagt Jens Langer, Pastor der Innenstadtgemeinde.
250 bis 300 Teilnehmer haben die Neonazis angemeldet. "Die Erfahrungen zeigen, dass weniger kommen", sagt Polizeisprecher Siegfried Tom. Rechnen müsse man in der Innenstadt auf jeden Fall mit Verkehrsbehinderungen und kurzzeitigen Straßensperrungen. Mehrere hundert Beamte werden im Einsatz sein. Mit Behinderungen rechnet auch die Straßenbahn AG, vor allem auf der Schiene und den Buslinien 24 und 25.
Oberbürgermeister Arno Pöker (SPD) verweist darauf, dass die Stadtverwaltung keine Wahl gehabt habe und ungewollte Aufmärsche hinnehmen müsse: "Treffen Sie sich ab 10 Uhr an der Friedenseiche und zeigen Sie, dass rechtsradikales Gedankengut in unserer Hansestadt keinen Platz hat", ruft der OB auf und mahnt zu Besonnenheit und Gewaltverzicht.
Schweriner Volkszeitung
|
|
diskutieren? auf ins Forum!
|
|