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25.04.2003
"Rechte Pöbeleien nehmen zu" - Polizei dementiert Aussagen aus Uecker-Randow-Kreis

Ueckermünde (tho). "Rechte Pöbeleien" nehmen in Ueckermünde wieder zu. Das sagt zumindest der PDS-Landtagsabgeordnete Gerd Walther. Für ihn besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Abbruch des NPD-Verbotsverfahrens und der drastischen Zunahme von Aktionen und Übergriffen aus der rechten Szene. "Es sind mir aus den vergangenen 14 Tagen vier Fälle bekannt, bei denen immer wieder Gäste oder Personal von Ueckermünder Gaststätten beschimpft, bedroht, und in einem Fall sogar tätlich angegriffen und verletzt wurden", erklärte er. Bei einem dieser Zwischenfälle sei er selbst Zeuge gewesen. Er habe schon in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass die offensichtliche Ruhe "von Rechts" eher als taktisches Verhalten zu werten sei. "In der Zeit des Verbotsverfahrens gegen die NPD wollte man vor Ort so wenig wie nur möglich provozieren, um die Stimmung in der Bevölkerung nicht zusätzlich gegen sich aufzubringen", sagte Walther. Augenscheinlich sei in den letzten Wochen zudem die verstärkte Anbringung von NPD-Symbolik.

Die Ueckermünder Kriminalpolizei dementiert jedoch, dass sich Vorfälle mit Rechten wieder häufen. "Es ist richtig, dass es Schlägereien gab. Einen Zusammenhang mit Rechten gibt es aber nach unseren Erkenntnissen nicht", sagte ein Beamter auf Nachfrage der Haff-Zeitung. Es sei ein generelles Problem, dass jeder, der kurze Haare trägt und sich in der Öffentlichkeit schlägt, sofort dem rechtsradikalen Spektrum zugeordnet werde.

Der jüngste Extremismusbericht der Landesregierung geht davon aus, dass sich der harte Kern der Neonazis im Land von 900 auf 800 Mitglieder reduziert habe. Die Zahl der rechtsextremen Propagandadelikte sei gesunken.

Nordkurier-Ueckermünde

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