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23.04.2003
Gedenken an der Stätte des Leidens Tausender - Internationale Begegnung der Generationen am Jahrestag der Befreiung in Wöbbelin
Wöbbelin. Der 2. Mai ist ein besonderes Datum in Wöbbelin. Der 58. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme wird mit zahlreichen Gästen als Gedenken und internationale Begegnung der Generationen begangen.
Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Wöbbeliner Kirche, den der evangelische Pastor Wilfried Romberg, der katholische Pfarrer Reinhard Abel und der jüdische Landesrabbiner William Wolff gemeinsam feiern werden.
Zu der Gedenkveranstaltung ab 11.30 Uhr werden nach Auskunft von Edeltraud Schure, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, Gäste aus Deutschland, Polen, Belgien, Israel, Frankreich und den USA erwartet, darunter mindestens zehn Überlebende des ehemaligen Lagers. An der Veranstaltung teil nehmen wird Leonard Linton, Veteran der amerikanischen 82nd Airborne Division und Ehrenbürger von Ludwigslust, Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider sowie Bildungsminister Hans-Robert Metelmann. Besuch wird auch von der israelischen Botschaft erwartet.
Höhepunkt der Gedenkveranstaltung ist die Enthüllung des nach der Schändung im Februar vergangenen Jahres wiederhergestellten Mahnmals. Mit der Restaurierung dieses von dem Künstler Jo Jastram 1960 geschaffenen Reliefs erfüllt sich ein Herzenswunsch vieler Überlebender des ehemaligen KZ Wöbbelin.
Als besondere kulturelle Umrahmung gibt es dazu eine Klangperformance des "Now!-Ensembles" aus dem vorpommerschen Klein Jasedow. es ist Musik, die extra für die Opfer des KZ Wöbbelin komponiert wurde. Die sieben Künstler werden ihre Instrumente entlang des Weges zum Denkmal aufstellen, erläutert Edeltraud Schure. Die Jüdische Gemeinde Mecklenburg-Vorpommern wird ein Gebet zum Gedenken an die als Märtyrer Umgekommenen sprechen.
Danach wird der Tag viel Raum für Gespräche und Begegnungen bieten. Erwartet werden Schüler aus Braunschweig, die sich mit der Geschichte eines in ihrer Stadt gelegenen ehemaligen Außenlagers des KZ Neuengamme beschäftigt haben. Ein Zelt der Begegnungen ist auf dem Sportplatz aufgebaut. Im Haus der Mahn- und Gedenkstätten werden Aktivitäten des Fördervereins vorgestellt.
Viele Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf dieses Tages. So zeichnet für das Mittagsbüfett die BBS START aus Hagenow verantwortlich. Um Kuchen und Kaffee kümmern sich Lehrlinge der Beruflichen Schule des Landkreises. Den Getränkeverkauf wird der Jugendclub Wöbbelin übernehmen.
Uwe Köhnke
Schweriner Volkszeitung-Ludwigslust
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