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23.04.2003
Polizei greift gegen Randalierer durch - Verkorkstes Osterfeuer in Steinhagen: 16 Festnahmen - Haben Rechte randaliert?
Steinhagen Einen bitteren Beigeschmack hatte das Osterfest in Steinhagen. Die Polizei musste gegen alkoholisierte Randalierer vorgehen, nahm 16 Jugendliche vorläufig fest. Drei Pavillons wurden durch Feuer beschädigt. Karfreitag-Morgen, 1.30 Uhr: Die Polizei in Bützow wird gerufen. Die Veranstalter des Osterfeuers in Steinhagen wollen die Party am Speicher beenden. Doch eine Meute von 50 bis 60 gewaltbereiten Jugendlichen und jungen Erwachsenen - so schätzt die Polizei - will weiter feiern. Es wird gepöbelt, geschubst, plötzlich fängt ein Pavillon Feuer. Als die Polizei anrückt, sind noch etwa 25 der Jugendlichen vor Ort. "Unsere Beamten wurden massiv gestört", sagt Hans-Joachim Kracht, stellvertretender Leiter des Bützower Polizeireviers. Verbalen Angriffen folgen Attacken auf einen Transporter der Polizei "Sie haben den T4-Bus durchgeschaukelt", so Kracht. Die Polizei zieht sich zurück, ruft die Bereitschaftspolizei aus Rostock als Verstärkung. Insgesamt sind nun 38 Beamte im Einsatz. Die Randalierer bewaffnen sich mit Flaschen und Steinen. Zum Glück wird niemand verletzt. Nach über einer Stunde, um 2.45 Uhr, ist der Spuk vorbei. Die Polizei nimmt 16 junge Männer vorläufig fest und bringt sie auf das Polizeirevier. "Wir haben Platzverweise ausgesprochen und die Identität festgestellt", so Kracht. Die meisten Randalierer sind aus der Region: aus Bützow, Penzin, Steinhagen, Warnow. "Einige davon sind der Polizei bereits bekannt", erklärt der stellvertretende Polizeichef. Bilanz eines Osterfeuers: Die Polizei stellt Anzeige wegen Verdachts des Landfriedensbruchs, die Ermittlungen dauern an. "Es ist zu keinerlei Körperverletzung und Widerstandshandlungen gekommen", betont der stellvertretende Polizeichef. Drei Pavillons sind demoliert, eine Scheibe am Gerätehaus zerschlagen. Schaden: rund 500 Euro. Die Gerüchte bekommen schnelle Füße. Von einem organisierten Auftritt kurzhaariger Jugendlicher, die gar im Bus angereist sein sollen, ist die Rede. "Das ist Quatsch", weist Hans-Joachim Kracht zurück. Die Täter seien keiner besonderen Gruppe zuzuordnen. Erst gestern konnte die Polizei einen detaillierten Bericht über den Tathergang geben. Frank Pubantz
Schweriner Volkszeitung-Bützow
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