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22.04.2003
Weniger Fälle mit rechtem Hintergrund in Ostvorpommern - Neonazi-Demonstrationen zur Wehrmachtsausstellung angekündigt
Ostvorpommern (ure). Einen "deutlichen Rückgang" der Ermittlungsverfahren mit rechtsextremistischem Hintergrund hat jetzt das Schweriner Justizministerium im Zuständigkeitsbereich des Landgerichtes Stralsund registriert. Das sagte auf Nachfrage des UsedomKurier der Sprecher des Ressorts Dirk Lange. Das Landgericht behandelt Fälle auch aus dem Kreis. Damit decke sich die landesweite Tendenz mit der in Ostvorpommern, so Lange nach der Vorstellung des jüngsten Extremismusberichtes Mecklenburg-Vorpommerns. Die Region galt bekanntlich immer als Brennpunkt. Unterdessen präsentiert sich die hiesige rechte Szene nach wie vor heillos zerstritten. Neuester Anlass für Zwist und Streit der selbst ernannten "Kameraden": die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 bis 1944", die im Sommer in Peenemünde gezeigt werden soll (wir berichteten). Mittlerweile liegen laut einschlägigen Internet-Seiten denn auch zwei Termine vor, an denen die Rechten gegen die Ausstellung demonstrieren wollen - einer in Peenemünde selbst und einer nur wenige Tage zuvor in Wolgast. Beide sind offenbar von miteinander konkurrierenden Gruppen angemeldet worden, was gegenwärtig im Internet zu Attacken führt. So mutmaßt einer der Autoren, dass der Wolgaster Termin gewählt worden sei, um die in Peenemünde angemeldete "Veranstaltung zu torpedieren".
Nordkurier-Usedom
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