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16.04.2003
Instinktlos zusammengewürfelt? - Grimmener sammelten Unterschriften gegen Flüchtlingsheim
Grimmen (OZ) Die Idee des Kreises, im alten Grimmener Seniorenzentrum Asylbewerber unterzubringen, wird weiter heiß diskutiert. Mit Brief und Unterschriftensammlung wandten sich die Mieter der Carl-von-Ossietzky-Straße an die OZ:
"Die Asylbewerber aus vier Einrichtungen in ein einziges Heim zu holen, ist doch wohl alles andere als integrieren. Da sollen ca. 300 Asylbewerber aus 20 Nationen mit unterschiedlichen Lebensweisen / religiösen Anschauungen in einem Heim untergebracht werden.
Dies in einer Kleinstadt, die auf Grund der Arbeitslosigkeit ebenfalls sozialen Sprengstoff in sich birgt. Da muss doch jeder verantwortungsbewusste Mensch erkennen, dass ein zweites Lichtenhagen in greifbarer Nähe ist.
Leider können sich die Asylbewerber, die so instinktlos zusammengewürfelt werden sollen, gegen solche Verwaltungspraxis nicht wehren, denn sie haben keine Lobby. Eine wirkliche Integration wäre, in kleineren Einheiten diesen Menschen eine freundlichere Umgebung zu schaffen. Das könnte in mehreren Städten unseres Landkreises, wie z. B. Ribnitz-Damgarten, Barth, Tribsees usw. erfolgen. Das kommt aber nicht in Betracht, da wohl einige Entscheidungsträger dort selbst ruhig wohnen möchten?!
Wer, wenn nicht wir Bürger dieser Stadt, haben das Recht, dagegen unsere Bedenken zu äußern. Und wir erwarten von den von uns gewählten Abgeordneten, dass sie von den Fehlern, die in Lichtenhagen gemacht wurden, lernen.
Wir fordern ebenso, dass sich unsere zwei Wohnungsgesellschaften in Grimmen für die berechtigten Ängste ihrer Mieter stark machen, wenn sie nicht noch mehr Wohnungsleerstand riskieren möchten."
Ostseezeitung-Grimmen
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