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15.04.2003
Landesamtschef: Entscheidung steht noch aus - Pro und Contra Asylbewerberheim in Wolgast

Wolgast (OZ) Nach wie vor steht die Entscheidung aus, wo sich künftig der Standort des neuen Asylbewerberheimes im Landkreis Ostvorpommern befinden wird. Obwohl in jüngerer Vergangenheit für diese Kalenderwoche in Aussicht gestellt worden war, mehr Klarheit in dieser Frage zu bekommen, stehen offenbar weitere Abstimmungen zur Problematik aus.

Wolf-Christoph Trzeba, Direktor des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten, gab sich gestern jedenfalls auf Nachfrage sehr zurückhaltend. Der Landkreis habe sich mit der Thematik zwar bereits intensiv beschäftigt, aber es seien weitere Gespräche und Übereinkünfte unabdingbar. Offenbar geht es dabei vor allen Dingen um Geld. Denn Trzeba sagte weiter, man müsse sich noch abstimmen, was sich Ostvorpommern und was sich das Landesamt vorstelle und - vor allem - was es bezahlen kann.

Bereits unterbreitete, umfangreiche Materialien müssten noch einmal gemeinsam gesichtet und diskutiert werden. Trzeba wollte sich auch (noch) nicht auf den Standort Wolgast festlegen lassen, sondern brachte auch noch einmal die beiden anderen Anklamer Immobilien ins Spiel. Seines Erachtens brauche man mindestens noch einige Tage, vielleicht auch wenige Wochen, bis die Entscheidung fallen könnte.

Unterdessen sammelt die so genannte Wolgaster Bürgerinitiative "Schöner Wohnen in Wolgast" weiter Unterschriften gegen die Ansiedlung des Asylbewerberheimes im ehemaligen Verwaltungsgebäude unweit der Peene-Werft. Die ersten seien am vergangenen Dienstag im Sekretariat von Bürgermeister Jürgen Kanehl abgegeben worden, hieß es aus dem Rathaus. Kanehl will diese den Stadtvertretern unterbreiten, um eine weitere klare Positionierung der politischen Gremien zu erreichen.

Ferner lasse er die Unterschriften auf ihre Gültigkeit prüfen, sagte er auf OZ-Anfrage. Mit Blick auf die Präsenz dieser Initiative sowie bestimmte Aktionen in der Stadt verwies er auf den Landkreis als zuständige Behörde. Hier ist laut Viola Wienke keine Mahnwache o. ä. beantragt worden.

STEFFEN ADLER

Ostseezeitung

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