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14.04.2003
Asylverfahren sollen verkürzt werden - Justizminister Sellering (SPD) kündigt Einstellung von sechs zusätzlichen Verwaltungsrichtern an
Schwerin (ddp). Die Dauer der Asylverfahren in Mecklenburg-Vorpommern soll verkürzt und der Berg an Asylanträgen zügiger abgearbeitet werden. Dazu werden im Nordosten zum 1. Juli sechs zusätzliche Verwaltungsrichter eingestellt. Jeweils drei werden in Schwerin und in Greifswald arbeiten, wie Justizminister Erwin Sellering (SPD) gestern in Schwerin sagte. Es sei ein Unding, dass Asylbewerber manchmal bis zu drei Jahre warten müssten, um beispielsweise eine Anerkennung als politisch Verfolgte in ihren Heimatländern zu bekommen, betonte der Minister. Durch die zusätzlichen Richter wolle das Land jetzt schneller Klarheit schaffen. Sellering verwies zugleich auf mögliche Kosteinsparungen. Derzeit seien im Land etwa 3500 Asylverfahren anhängig, die das Land pro Antragsteller etwa 250 Euro monatlich kosteten. Ein Abbau des Antragsbestandes um etwa 1000 Verfahren könnte dem Land monatliche Einsparungen von 250 000 Euro bringen. Außerdem würden die Verwaltungsgerichte im Land erheblich entlastet. Nach Sellerings Angaben sind die Neueinstellungen auf vier Jahre befristet.
Nordkurier
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