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12.04.2003
Hilfe bei Neonazi-Anschlag eingeräumt - Gymnasiallehrer Guido S. besorgte Benzinkanister für Mordversuch in Wismar
Schwerin (dpa/EB) Der Gymnasiallehrer Guido S. hat gestern vor dem Landgericht zugegeben, einen Brandanschlag in Wismar mit vorbereitet zu haben. Er habe im vorigen November zwei 19-jährigen Männern aus Wismar einen Benzinkanister zur Verfügung gestellt und sie zu einer Tankstelle gefahren, sagte der 37-Jährige. Er sei davon ausgegangen, dass sie eine "Asia-Bude" anzünden wollten. Allerdings habe er nicht gewusst, dass es sich um ein bewohntes Haus handelte. Seine Beteiligung begründete er damit, dass er sich von den beiden Männern bedroht fühlte.
Die Anklagebehörde wirft dem aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen) stammenden und zuletzt in Neukloster (Nordwestmecklenburg) tätigen Lehrer Beihilfe zum versuchten Mord und zur versuchten Brandstiftung vor. Das Urteil wird Anfang Mai erwartet.
Den beiden 19-Jährigen wird im selben Prozess Mordversuch und versuchte Brandstiftung zur Last gelegt. Hintergrund der Tat war nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Fremdenfeindlichkeit. Der angeklagte Lehrer stritt dies für sich als Motiv ab. Das Verhalten seines Mandanten sei mit einer "Persönlichkeitsstörung" zu begründen, sagte Verteidiger Ullrich Knye. Ein psychiatrischer Gutachter soll möglicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört werden. Das Land hat dem Lehrer inzwischen gekündigt. Dagegen klage er vor dem Arbeitsgericht, sagte er.
Schweriner Volkszeitung
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