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12.04.2003
Ludwigsluster Pädagogen gegen Ausgrenzung und Gewalt in der Ausbildung - Bildungswerk organisiert Projekt "Pro Akzeptanz und Toleranz"
Ludwigslust/Schwerin. Seit Dezember vergangenen Jahres haben 20 Ausbilder, Lehrer und Sozialpädagogen insgesamt 192 Stunden die Schulbank gedrückt: um mehr zu erfahren über die Hintergründe von Gewalt, Rechtsextremismus, Sucht und Drogenmißbrauch. "PAT: Pro Akzeptanz und Toleranz" heißt das vom Bildungswerk der Wirtschaft M-V e. V. organisierte und von der EU geförderten Projekt.
"Diese Weiterbildung hat mir geholfen, die Verhaltensweisen unserer Azubis besser zu verstehen und damit umzugehen", sagt Annelie Steeger, Ausbilderin in der BBS Start GmbH Ludwigslust aus Anlass der Zertifikatsübergabe im Tagungshotel der Wirtschaft, Schloss Hasenwinkel. Die Start GmbH realisiert überbetriebliche berufliche Ausbildung im Auftrage des Arbeitsamtes.
"Wir greifen diese Themen auf, verstehen und analysieren Erscheinungen von Gewalt und Zugehörigkeit rechter Gruppierungen als Folge von Defiziten und ungelösten Konflikten, fragen nach Ursachen und spannen dazu den Bogen weiter zu den Problemen des Ausbildungsalltags", so Hannelore Wilken, Projektleiterin im Bildungswerk der Wirtschaft M-V.
Probleme gibt es im sozialen Umfeld der zu betreuenden Jugendlichen reichlich. Und dass jugendliches Verhalten auch ein Hilfeschrei sein kann, hat beispielsweise Gisela Schörfke in ihrer Arbeit als Sozialpädagogin bereits erfahren und darüber in ihrer Abschlussarbeit berichtet.
Darum ist das Ziel des Projektes "PAT", durch Weiterbildung des Berufsbildungspersonals dazu beizutragen, den Umgang mit Jugendlichen im Ausbildungsalltag so zu gestalten, dass nicht aus unerkannten oder ungelösten Konflikten Angst und Unsicherheit , Gewalt und Ausgrenzung entstehen. Mit Unterstützung des Verbandes Nordmetall und der IG Metall Küste organisiert das Bildungswerk der Wirtschaft solche Projekte auch in Ueckermünde, Rostock, Stralsund, Kiel, Hamburg und Lübeck.
Schweriner Volkszeitung
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