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04.04.2003
Proteste gegen Uni-Streichliste - Studenten demonstrierten gestern in Rostock

OZ-Bild

Rostocker Bauingenieur- und Slawistik-Studenten demonstrieren gegen die Streichung ihrer Studiengänge.

Rostock/Schwerin (OZ) Studenten und Mitarbeiter des Fachbereichs Bauingenieurwesen und der Institute für Slawistik sowie Musikwissenschaft an der Universität Rostock haben gestern für den Erhalt ihrer Studiengänge demonstriert.

Etwa 80 Studenten machten unmittelbar vor der Sitzung des Uni-Senats, auf der Rektor Hans Jürgen Wendel das Spar- und Umstrukturierungskonzept der Hochschulleitung zur Diskussion und Abstimmung stellen wollte, ihren Frust über die Einsparpläne deutlich.

Vor allem die Bauingenieure wehren sich seit Wochen dagegen, dass ihrem Fachbereich in dem Perspektivpapier des Schweriner Bildungsministeriums zur mittel- und längerfristigen Entwicklung der Hochschulen in M-V die Zukunftsfähigkeit abgesprochen wird. "Die Ausbildung in Rostock gehört zu den besten in Deutschland", sagt Bauingenieurstudent Jens Müller (22) bei der Demonstration. Deshalb sei es unverantwortlich, den Fachbereich zu schließen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Rostock warnt vor negativen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung in M-V, wenn Slawistik und Bauingenieurwesen gestrichen werden. Im Land gebe es einen großen Bedarf an Bauingenieuren, der nicht von außerhalb gedeckt werden kann. So benötige die Wirtschaft in M-V pro Jahr 80 universitär ausgebildete Bauingenieure, aber nur 50 Absolventen verlassen die Uni Rostock. Der Studiengang müsse erhalten und modernisiert werden.

Ostseezeitung

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