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28.03.2003
Fotoausstellung zeigt "Ausgrenzung" - Alltäglicher Rassismus wird in Rostock gezeigt
Östliche Altstadt (OZ) "Ausgrenzung" ist keine riesige Fotoausstellung, die das "Bildungswerk Weiterdenken" der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen zusammenstellte und die bis zum 24. April im Böll-Haus in der Mühlenstraße zu sehen ist. Es ist aber eine nachdenkenswerte Schau, die in zweijähriger Arbeit des holländischen Fotojournalisten Sacha Hartgers von 1995 bis 1996 in Italien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland zusammengestellt und mit Kommentaren versehen wurde.
Hartgers war als Berichterstatter auch in Kurdistan, Kuwait, Armenien, Bosnien und im Irak für große Zeitungen unterwegs.
43 Jahre gibt es den von der UNO deklarierten "Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus". In seinem fotografischen Projekt erblickt Hartgers mit der Kamera Situationen in Polizeirevieren, auf der offenen Straße, in Ghettos, die den alltäglichen Rassismus widerspiegeln. Entwerten, entrechten, vernichten, gleich ob aus Gleichgültigkeit oder in blindem Hass, hier werden menschenverachtende Verhaltensweisen widergegeben.
Die Ausstellung im Heinrich-Böll-Haus in der Östlichen Altstadt will sensibilisieren, das rassistische Potenzial in Europa zu erkennen und ihm entgegenzutreten.
Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitags bis 14 Uhr für jedermann zugänglich.
JÜRGEN FALKENBERG
Ostseezeitung-Rostock
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