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27.03.2003
Sirenen heulten in der Kröpi - Plakativ demonstrierten Rostocker Schüler gegen den Irak-Krieg

Stadtmitte (OZ) Die Sirenen heulen. Acht Jugendliche werden von einem "Panzer" erschossen. Sie lassen sich auf die Pflastersteine in der Kröpeliner Straße fallen und werden mit "blutbespritzten" Leinentüchern abgedeckt. Rundherum liegen "Leichen", symbolische Opfer des Irak-Krieges. Mit dieser Aktion, die gestern Nachmittag zum zweiten Mal stattfand, demonstrierte das Bündnis "Jugend gegen Krieg" gegen den Waffengang am Golf. Schüler und Schülerinnen aus Rostocker Schulen verteilten Flugblätter, in denen zu weiteren Aktionen aufgerufen wird.

Passanten reagierten unterschiedlich. "Scheiß Krieg", sagt Martin Bockholt (13). Er ist mit zwei Mitschülern in die Innenstadt gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen. Manche trugen zu der Aktion mit Geldspenden oder Unterschriften unter die Anti-Kriegs-Listen bei. Einige ältere Bürger allerdings fühlen sich von den Sirenen bedroht. "Es ist doch für einen guten Zweck", verteidigt sich die 23-jährige Organisatorin Linda Schütz. Morgen wird um 16 Uhr die Aktion wiederholt.

MONIQUE BROESHART

Ostseezeitung-Rostock

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