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26.03.2003
Schüler wollen Zeichen für den Frieden setzen - Rostocker Schüler wollen auch weiterhin aktiv sein
Südstadt (OZ) Rund 8000 Schüler haben am 20. März gegen den soeben begonnenen Krieg im Irak protestiert. Die Jungen und Mädchen der Freien Schule Rostock in der Südstadt waren dabei. Dennoch laden sie am Donnerstag ab 14 Uhr noch einmal zu einem "Tag für den Frieden" ein.
Starten wird der Aktionstag in der Pawlowstraße 16 mit einem Konzert, außerdem wollen sie gemeinsam mit möglichst vielen Gästen Friedens-Plakate gestalte. Auf dem Schulhof soll ein großes "Peace"-Zeichen entstehen, an die Wände werden Graffiti gesprüht. Außerdem sollen Luftballons mit Unterschriften und kurzen Texten in den Himmel steigen, bei einem Kuchenbasar wird Geld für weitere Aktionen eingenommen und im Informationsraum über Hintergünde des Irak-Krieges aufgeklärt.
Im Mittelpunkt des Tages steht eine 24-Stunden-Lesung, bei der jeder eingeladen ist, eigene oder fremde Texte gegen den Krieg zu Gehör zu bringen. Vorleser werden noch gesucht.
"Den Krieg konnten wir nicht verhindern, nun wollen wir versuchen, Spenden für den Wiederaufbau im Irak nach dem Krieg zu sammeln", begründet Miriam Lederhof von der Freien Schule das Engagement. "Nur zu einer Demo zu gehen - damit macht man es sich irgendwie zu leicht".
Steffi Anders ergänzt: "Wir haben vor dem Krieg wenig davon gewusst, wie die Auseinandersetzungen im Irak und in der gesamten Region begonnen haben. In den vergangenen Tagen haben wir den Geografie-, Geschichts- und Sozialkunde-Unterricht genutzt, um uns genauer zu informieren. Und nun haben wir das Gefühl, dass mehr getan werden muss."
In ihrem Informations-Raum haben die Schüler unter anderem die Biografien von George W. Bush und Saddam Hussein ausgestellt, auch ein Film über das Leben Husseins soll gezeigt werden.
DAGMAR AMM
Ostseezeitung-Rostock
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